Eindrücke von Kambodscha

Nach meinem Studium war ich fast drei Monate lang in Südostasien unterwegs und verbrachte ungefähr vier Wochen davon in Kambodscha. Wie bereits hier erwähnt faszinierte mich Kambodscha ungemein.
Deshalb veröffentliche ich hier nun meine Lieblingsfotos von diesem Teil der Reise.

Tiertransport. Und jemand, der auf dem Dach zwischen den Enten mitfährt.

Hifi und TV Service auf der Straße.

Fahrradtaxis.

Bei Sammeltaxis wurde im Reiseführer dazu geraten, dass man nicht zulassen sollte, dass der Fahrer seinen Platz mit einem Passagier teilt. Lieber sollte man extra bezahlen, so dass dieser „Sitzplatz“ frei bleibt.

Wenn die Ladefläche voll ist, dann sitzt man halt auf dem Dach.

Ich würde lieber dreimal fahren um das zu vermeiden.

Anscheinend gibt es nichts, was man nicht auf dem Autodach transportieren kann.

Hier gibt’s Motorradketten.

Ich glaube, das war sogar die Toilette von einem Restaurant.

Einen Stuhl, zwei Spiegel, eine Schere und ein Kamm und man kann als Frisör arbeiten.

Garküchen in Phnom Penh.

Stelzenhaus in der Nähe vom Tonlé Sap See.

Die großen Tonkrüge sind wahrscheinlich dazu da um das Regenwasser zu speichern, welches als Trinkwasser benutzt wird.

Der Hafen und Markt von Kompong Chhnang waren unglaublich.

Es lag einfach überall Müll herum.

Irgendwann beobachtete ich jemand der fegte und Müll in einen Behälter tat. Als er damit fertig war, leerte er den Behälter in den Fluß.

In Kambodscha trägt man draussen auch gerne Schlafanzüge :-).

Noch ein Frisör und ein Gemüsehändler. Immerhin legen sie was unter das Gemüse.

Preisfrage: Wieviele Fahrräder kann man mit einem Pickup transportieren?

Ein sehr spannendes Land. Kann ich nur empfehlen als Reiseziel.

Über das Reisen

Wenn ich eine Landkarte betrachte, bin ich immer wieder fasziniert von der Größe Russlands. Einerseits grenzt es an Finnland und gleichzeitig an Nordkorea und China. Diese Dimensionen finde ich schwer vorstellbar. Wieviele Wochen wohl eine Durchquerung mit dem Auto dauern würde? Im Sommer flog ich – bedingt durch die Flugroute Frankfurt – Seoul – zum ersten Mal über Russland. Das war beeindruckend. Stundenlang zu fliegen und immer das gleiche Bild zu sehen: die Wälder und die Seen Russlands. Wieviele Stunden kann man Deutschland überfliegen? Spätestens nach einer Stunde wäre man über einem anderen Land.
Anders bei Russland. Stunde um Stunde konnte ich die unendlichen Weiten vorbeiziehen sehen. Und dann: die Wüsten und Steppen der Mongolei.
Es ist ein tolles Gefühl die berühmten Orte unserer Welt, die die meisten nur aus Erzählungen oder dem Fernsehen kennen, mit eigenen Augen zu sehen (selbst, wenn es nur vom Flugzeug aus ist). Zu sehen, dass es die Orte, die bisher nur in der Vorstellung existierten, wirklich gibt.

In Seoul besuchten wir Gangnam. Das ist der Bezirk in Seoul, den Psy in seinem Lied „Gangnam Style“ besungen hat. Mit über 2 Milliarden Aufrufen ist es das meist gesehene Video auf Youtube. Und obwohl wir sonst nicht viel über den Ort wussten und es auch nichts besonderes zu sehen gibt, so war der Ort doch mit Bedeutung aufgeladen. Das Schild der U-Bahn-Station Gangnam zu sehen, löste bei mir die etwas seltsamen „Das existiert ja wirklich“ Gedanken aus. Obwohl ich so oft davon gehört und gelesen hatte, war es ganz anders es wirklich zu sehen.

Ähnlich ging es mir, als ich in Vietnam gegrillte Hundeköpfe und damit das erste Mal Hund als Lebensmittel sah. Oder die Lebensbedingungen in der dritten Welt. Ich erinnere mich noch gut, wie ich 2008 Kambodscha bereiste und mir ständig der Mund offenstand. Die Bruchbuden, in denen die Menschen gewohnt haben, die Märkte, der Müll überall, natürlich auch der Verkehr, das, was für sie Werkstätten, Geschäfte und Restaurants waren – es war unbeschreiblich.
Die ganzen Zahlen und Statistiken über Armut und Bruttoinlandsprodukt sind natürlich viel zu abstrakt, als dass man eine reale Vorstellung von den Lebensbedingungen bekommen könnte. Aber selbst eine Dokumentation im Fernsehen scheint mir noch meilenweit von der Wirkung entfernt zu sein die es hat, wenn man vor Ort ist.

Und so ist Reisen und das, was weit weg und anders ist, mit eigenen Augen zu sehen, wichtig, wenn man wissen will wie die Welt wirklich aussieht und besser verstehen will.