Zwischenspiel in Bangkok

Letzte Woche bin ich mal eben nach Bangkok gezogen.
Der Grund: Ich habe Arbeit gefunden! Yeah!

Cooler Job oder?
An der frischen Luft (naja, mehr oder weniger frisch), flexible Arbeitszeiten, hohes Maß an Eigenverantwortung und die Möglichkeit jeden Tag einen Einfluss auf das Leben von Tausenden Menschen zu haben :-).

Nee, ich arbeite natürlich wieder als Softwareentwickler. Und eigentlich hatte ich mich auf eine Stelle in Singapur beworben aber mein jetziger Chef hat mir eine Stelle in Bangkok angeboten, da ich hier besser ins Team passen würde. Da Claire in Singapur bleiben muss, ist es zeitlich begrenzt und danach darf ich dann von dem Büro in Singapur weiterarbeiten. Und so bin ich jetzt für 6 Monate nach Thailand gezogen.

Als ich am Tag meiner Ankunft am Flughafen in die S-Bahn gestiegen und in die Stadt gefahren bin, war alles noch ganz normal. Aber als ich dann zu Fuß zu meinem AirBnb gelaufen bin, merkte ich sofort, dass ich wieder im richtigen Asien war. Es war viel chaotischer, dreckiger und lauter als Singapur.

Ich glaube, viele asiatische Millionenstädte sind nicht besonders hübsch aber Bangkok kommt mir immer besonders häßlich vor. Die Stadt ist auch extrem voll und ständig herrscht Verkehrschaos. Moloch trifft es ganz gut.
Das leckere Essen und die günstigen Preise machen das zum Teil wieder wett.

Es musste wieder viel organisiert werden in den letzten Wochen: neues Bankkonto, Visum für Singapur und Thailand, thailändische SIM-Karte, Flugtickets, neue Krankenversicherung, U-/S-Bahnkarten für Bangkok, AirBnb für den Anfang und eine normale Wohnung für die restliche Zeit.

Am Samstag werd ich dann in eine nette, kleine WG ziehen. Das Haus sieht nicht ganz so schick aber ähnlich aus.

Jetzt muss ich nur noch die Stadt erkunden, Freunde finden und Thailändisch lernen.

Winterurlaub Teil 1: Thailand

Wir waren im Winter wieder in Südostasien unterwegs. Diesmal haben wir Thailand, Laos und Malaysia besucht. Da wir lange unterwegs waren und es viele Fotos gibt, fange ich mal mit Thailand an.
Die Gesamtroute war:
Bangkok, Vientiane, Vang Vieng, Plain of Jars (Phonsavan), Luang Prabang, Chiang Mai, Railay Beach, Krabi, Trang, Penang, Cameron Highlands, Kuala Lumpur, Melakka und Singapur.


Typisch Bangkok. Große Straßen, Wolkenkratzer, Malls, Skytrain und Überführungen für Fußgänger.


Im Inneren einer der teuren Malls.


Asiaten lieben es sich und ihre Freunde zu fotographieren. Da sind Weihnachten und hunderte von Snoopy-Figuren eine willkommene Gelegenheit.


Schlittschuhlaufen in einer Mall.


Auch typisch Bangkok bzw. Thailand: Streetfood. In der Nähe unserer Unterkunft gab es diese Straße, die jeden Abend voller Essensstände war.


Das thailändische Essen war eine schöne Abwechslung und sehr lecker.


Das Straßenessen ist eigentlich so praktisch aber nicht vorstellbar in Deutschland. Es ist überraschend, wie selten wir krank werden, wenn man bedenkt, wie oft wir bei solchen und ähnlichen Ständen essen.


Die berühmten Tempel in Bangkok haben wir natürlich auch besucht.


Thailands Tempel sind immer ganz schön aber sie sind so gepflegt und restauriert, dass man ihnen nie ansieht wie alt sie überhaupt sind. Das finde ich immer schade, da dadurch für mich viel von der Bedeutung verloren geht.


Im Nachtzug zur laotischen Grenze. Am Bahnhof konnten wir dann doch Tickets für den nächsten Tag kaufen.


Morgens auf dem Weg zur Grenze in der Nähe von Nong Khai.


Die Laos Bilder folgen dann in einem weiteren Teil. Also, Sprung zwei Wochen weiter nach Chiang Mai. Dort besuchten wir einen Zipline-Park bzw. Seilrutschen-Park. Ganz nett so von Baum zu Baum zu zippen. Nach einer Weile wird es aber etwas langweilig, da gefallen mir Kletterparks besser.


In Chiang Mai waren wir auch in einem 3D Museum, wo man gut alberne Fotos machen kann.


Sieht doch schon ganz gut aus wie ich surfe, oder?


Ein Ort, der sich wirklich stark verändert hat seit meiner letzten Thailand-Reise, ist Railay Beach. Durch die schönen Strände und die tollen Kalkfelsen war Railay auch damals schon ziemlich entwickelt. 2008 gab es bereits erste Resorts, in denen sich auch Pauschaltouristen wohlfühlen würden. Jedoch mindestens die Hälfte, wenn nicht die Mehrheit war für Backpacker ausgerichtet. Es gab einfache Hotels, billige Bungalows und haufenweise billige Bars und Restaurants. Als wir im Winter da waren, gab es fast nur noch teure Resorts, wo alte, verschimmelte Bungalows nun 100$ pro Nacht kosten. Eine anständige Unterkunft liegt dann bei 150$ oder 200$ (nur irgendwo hinten im Wald bei den Generatoren soll es wohl noch Hütten für 10$ geben). Und dass wo man fast überall in Thailand für 20$ Zimmer mittleren Niveaus bekommen kann. Das war eine ganz schöne Überraschung, als wir da ohne Reservierung auftauchten.


In der Nachbarbucht Tonsai wurden erst kürzlich die alten Bungalows auf einer Fläche von 30.000 m² platt gemacht um Platz für ein neues Resort zu schaffen.


So sah die Toilette aus, die sich die überteuerten Restaurants an der Westseite von Railay Beach geteilt haben. Und mit überteuert meine ich 5 mal so teuer wie Chiang Mai.


Aber es ist trotzdem toll dort.


Meistens hab ich den Eindruck das Asiaten (minimale Pauschalisierung) sehr höflich, zurückhaltend sind und direkte Konfrontation scheuen. Deswegen ist es dann ein wenig überraschend, wenn man sieht wie explizit ihre Fruchtbarkeitssymbole sind, so wie hier in diesem Tempel. In Japan gibt es sogar ein Penis Festival.


Ein Höhepunkt von Railay ist die Lagune, die sich in der Mitte eines großen Kalkfelsen befindet. Dorthin führt nur ein mehrstündiger, ziemlich anspruchsvoller Kletterweg. Wir hatten ein bisschen Pech, da es durch den Regen sehr matschig und rutschig war. Am Anfang haben wir uns noch über die ganzen überall mit Matsch beschmierten Touristen gewundert :-).


Im Dschungel auf dem Weg zur Lagune.

Fortsetzung folgt.