Fotos vom Urlaub in Japan

Über Ostern waren wir zusammen für eine Woche in Japan unterwegs. Das war der erste gemeinsame Urlaub seit einer Weile und auch der erste der nicht nach Deutschland oder die USA. Eins der Highlights für mich war, dass es kalt war. Es waren Frühlingstemperaturen, wo man manchmal eine Jacke brauchte und wo ich mich über die wärmende Kraft der Sonne gefreut habe. In Singapur vermeidet man länger als nötig draussen zu sein (es sei denn es ist ein Pool in der Nähe).


Tokio ist echt groß und ziemlich beeindruckend. Tokio selbst hat 13 Millionen Einwohner und der Großraum knapp 38 Millionen.


Reizüberflutung? :-)
Am Eingang zu Tokios Rotlichtviertel Kabukicho (hätte ich nicht erkannt als solches).


Eine der vielen Straßen im Ausgehviertel beim Shinjuku Bahnhof in Tokio. Die Fülle an Restaurants, Bars, Karaoke, Cafés und anderem erschlägt einen etwas. Ich glaube entweder weiß man vorher, wo man hin will oder wählt einfach zufällig etwas aus. Alle Restaurants in der Nähe anzusehen / zu vergleichen ist unmöglich (Tripadvisor war auch ziemlich nutzlos dort).


Alle paar Meter ein Hauseingang, der voller Schilder ist.


In der Nähe vom Shinjuku Bahnhof, der – gemessen an der Anzahl der Passagieren pro Tag – der größte auf der Welt ist. Es gibt 50 Bahnsteige und über 200 Ausgänge. Alleine von der einen auf die andere Seite zu kommen ist schon eine Herausforderung. Vermutlich auch das größte Labyrinth der Welt :-).


Angesagte Straße mit kleinen Läden und Modegeschäften.


Golden Gai in Tokio: Ein Gelände voller kleiner Bars. Es gibt dort bestimmt ein paar hundert Bars, in die alle nicht mehr als 6-8 Gäste passen und in den meisten Fällen sitzen alle am Tresen. Interessanterweise lief nirgendwo laute Musik und es schien, als würde es in jeder Bar ein Gespräch zu geben, an dem die Gäste und der/die Barmann/frau beteiligt waren.


Tonkatsu: Japanisches Schnitzel. In dem Fall noch mit einem Ei. Die Portion war deutlich größer als ich erwartet hatte. Dafür, dass die japanische Küche so gesund sein soll, gab es überraschend viel frittiertes Essen.


Die berühmte Shibuya-Kreuzung. Ich würd sagen ein Drittel davon sind Touristen, die immer hin und her laufen :-).


Japan ist ja berühmt dafür, dass man alles von Automaten kaufen kann (man musste auch aufpassen, dass man nicht aus versehen ein heißes Getränk oder eine warme Suppe beim Getränkeautomaten auswählt). Ich hab allerdings gar nicht so viel ungewöhnliche Automaten gesehen. Ziemlich praktisch sind die Automaten, die vor manchen Restaurants stehen. Dort wählt man Essen und Trinken aus, bezahlt dafür und gibt drinnen nur noch den Beleg ab.


Das öffentliche Bahnnetz ist anfangs sehr unübersichtlich und es ist schwer sich zurecht zu finden. Auf dem Foto kann man schon 5 verschiedene Arten von Fahrkartenautomaten sehen (rechts davon war noch ein weiterer). Es gibt im Nah- und Fernverkehr aber jeweils eine private und eine staatliche Bahngesellschaft und so gibt es an vielen Stationen auf unterschiedlichen Etagen die Automaten für die jeweilige Gesellschaft (oft geht’s auch richtig tief runter: 5-6 Rolltreppen nach unten vom Straßenniveau). So passiert es zum Beispiel, dass man bei einem Automaten für die Private ein Ticket kauft (oft kann man sein Ziel mit beiden erreichen, aber eine ist viel umständlicher) und kommt dann nicht durch die Fahrkartenkontrolle der Staatlichen mit der man eigentlich fahren wollte. Praktischerweise (eigentlich auch überraschend) gibt es an allen Stationen auch Personal, was bei Problemen helfen kann und in dem Fall kurzerhand das Geld für das falsche Ticket erstattet. Es gibt auch Tickets mit denen man beide Bahnen benutzen kann – wenn man dann weiß wie man sie kauft. Im Großen und Ganzen funktioniert es aber sehr gut.


Sehr überraschend war wie viele Menschen in Japan in Uniformen oder quasi in Uniform herumlaufen. Schüler, Studenten, Taxifahrer, Bahnpersonal und viele andere Berufsgruppen tragen klar erkennbare Uniformen aber auch Büroangestellte. Die Frau auf dem Bild mit dem Regenschirm im Arm trägt die Uniform für weibliche Büroangestellte: weißes Hemd, schwarzen Rock und Jackett, schwarze Schuhe und beige Jacke. Männer tragen einen dunklen Anzug mit Krawatte wobei die Farben etwas variieren dürfen. Die Kleidung der Frauen ist fast genau gleich.
Es ist ein bisschen seltsam, wenn abends nach Feierabend hunderte identisch gekleidete Frauen durch die Straßen laufen.


Taxis sehen ziemlich altmodisch aus und die Fahrer tragen entweder Uniform oder einen Anzug.

Von Tokio aus sind wir überall mit den Shinkansen-Schnellzügen gefahren (nicht so viel anders als ICE-Züge aber sehen lustiger aus). Besonders praktisch war, dass für die meisten Strecken alle 15 oder 30 Minuten ein Zug kommt.


Das zerstörte Gebäude im Zentrum von Hiroshima, was so stehen gelassen wurde um an den Atombombenabwurf zu erinnern. Bevor Hiroshima auf unserer Reiseroute war habe ich nie groß darüber nachgedacht, ob die Stadt immer noch radioaktiv verseucht ist oder schon genug Zeit vergangen ist. Dadurch, dass die Bombe in der Luft explodiert ist, wurde der Boden nicht so schlimm verseucht und die Strahlenbelastung ist nicht höher als an anderen Orten auf der Welt.


Unweit von dem Denkmal befindet sich ein schöner Park mit vielen Schildkröten und Fischen.
Fast überall in Hiroshima hat man das Gefühl in einer ganz normalen Stadt zu sein. Im Zentrum gibt es eine Reihe von Denkmälern und ein Museum, die an die besondere Vergangenheit erinnern. Das Ausmaß der Zerstörung und Vernichtung kann man an der heutigen Stadt nicht mehr erkennen. Besonders ergreifend fand ich die Bekenntnisse auf Gedenktafeln und Denkmälern, dass so etwas Schreckliches nie wieder passieren darf. Speziell in Hinblick auf den derzeitigen US Präsidenten der so leichtfertig über den Gebrauch von Atomwaffen spricht.


Nach dem Krieg wieder hergestellte Burg in Hiroshima.


Es war sehr überraschend für mich wie viele Fahrradfahrer es in Japan gab. Und auch in Außenbezirken gab es viele Fußgänger und die Autofahrer sind erstaunlich vorsichtig gefahren (verglichen mit Singapur, Thailand, etc.). Das war das erste Mal, dass ich Parkgebühren für ein Fahrrad bezahlt habe.


Abschließbare Regenschirmhalter.


Bedienung für die japanischen High-Tech Toiletten. Besonders praktisch die Knöpfe um Deckel und Sitz auf- und zu zumachen. Bei manchen ging der Deckel auch von alleine hoch, wenn man sich genähert hat. Und so ein beheizter Sitz ist wirklich angenehm :-).


Neben Katzen-Cafés gibt es in Tokio jede Menge ungewöhnlicher Orte: Maid-Cafés, Roboter- und Gefängnis-Restaurants und viel mehr.


Naheliegend: In Japan als Supermario verkleidet mit einem Gokart durch die Gegend fahren.


Der Sanjusangen-do Tempel in Kyoto, der eine Buddha-Statue und 1000 weitere lebensgroße Statuen beherbergt.


Darf natürlich nicht fehlen: Kirschblüten.


Endlich mal wieder warm angezogen sein ;-).

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