Wieder zurück auf Bali

Nach einem langen Winterurlaub sind wir wieder zurück auf Bali. Diesmal gab es keine bösen Überraschungen wie beim letzten Mal.

Vier Wochen waren wir unterwegs und sind wieder viel herumgekommen. Angefangen haben wir in Bangkok und bereisten dann in einem großen Bogen Laos und Nordthailand. Anschliesslich Südthailand und weiter nach Malaysia.

Wir haben viele tolle Ausflüge gemacht, viele neue und leckere Sachen gegessen, viel rumgelaufen, haben viele unbequeme Stunden in Bussen verbracht, interessantes und seltsames gesehen, viel Toast mit Erdbeermarmelade zum Frühstück gegessen und unzählige Bewertungen gelesen.
Schön wars.

Hier sind schonmal die ersten Urlaubsfotos.







Vogel- und Reptilienpark

Kürzlich haben wir den Vogelpark in Bali besucht, in dem es viele bunte, vor allem tropische Vögel aus aller Welt zu sehen gibt. Der Park war viel besser angelegt als ich erwartet hatte mit großen, begehbaren Volieren und vielen frei herumlaufenden Vögeln.

Wirklich erstaunlich wie riesig Pelikane sind.

Den vom Aussterben bedrohten Balistar gibt es nur auf Bali.
Die Balinesen halten sich gerne kleinere Singvögel. Die Käfige werden tagsüber draussen in der Nähe vom Hauseingang oder den Fenstern aufgehangen, so dass keine bösen Geister in das Haus eindringen können.


Ein Nashornvogel

An verschiedenen Stellen im Park stehen Pfleger, die einem die Vögel auf die Arme und Schultern setzen und dann davon Fotos machen. Es ist bemerkenswert wie fortschrittlich diese Zusatzeinahme organisiert ist. Die Kameras verfügen über WLAN und schicken die Fotos sofort zu der Station am Ausgang, bei der man die Bilder dann kaufen kann. Innerhalb von zwei, drei Minuten sind die neuen Bilder da. Zusätzlich bekommt man eine Nummer um die Bilder leichter wieder zu finden. Das heißt die Bilder auf der Kamera müssen auch manuell oder automatisch getaggt werden. Auch das Ankucken und Aussuchen der Fotos ist sehr professionell.
So ein Service hat natürlich seinen Preis: Ein Fotoalbum mit ein paar Bildern kostet dann auch gleich 40$. Und wenn man ein Foto digital haben will vermutlich 10$ pro Bild. Immerhin sind die Fotografen so nett und machen auch Fotos mit den eigenen Kameras.

Sehr lustig, dass sich der Papagei auf den Rücken legen lässt und dann auch so bleibt. Der schwarze ist ein Kakadu

Bei der Raubvögelshow wurden verschiedene Raubvögel vorgeführt. Bei ein paar wurden Speckstreifen in die Luft geworfen und die Greifvögel haben sie aus der Luft gegriffen. Dann – als Höhepunkt – wurde einer Touristin so ein Streifen auf dem Kopf gelegt. Sie hat nur ein paar Haare lassen müssen.

Da gleich nebenan der Reptilienpark war, sind wir dort auch kurz reingegangen.

Die Leguane waren sehr putzig.

Diese Schildkröte hat kein so schönes Leben in dem Zoo, da sie ständig von irgendwelchen Besuchern hochgehoben wird um Fotos zu machen. Gegen ein bisschen Trinkgeld / Bestechung sagen die Pfleger nichts, sondern helfen sogar noch dabei. Einerseits war es schön, dass man sehr nah an die Tiere heran konnte aber als ich gesehen hab wie manche Besucher die Tiere hochheben oder versuchen sie zu streicheln, fand ich das etwas übergriffig.

Ein traditionelles Tongkonan-Haus des Toraja Volkes, das auf der Insel Sulawesi lebt.

Unser Alltag auf Bali

Das Allererste, was ich morgens mache, ist die Klimaanlage auszuschalten. Wir schlafen eigentlich immer mit Klimaanlage. Das ist ein Luxus, den wir uns gönnen, da es sich mit angenehm kalten 26 °C viel besser schläft (zusätzlich zu den zwei Klimaanlagen haben wir auch fünf Ventilatoren in dem Haus!). In den Wintermonaten (der Südhalbkugel) könnte man auch mit offenem Fenster schlafen aber das trauen wir uns nicht aus Angst vor Einbrechern. Unsere Fenster haben keine einbruchsichere Kippstellung. Sobald sie offen sind, kann man sehr leicht von außen reinkommen. Dazu kommt, dass die Einbruchsrate leider ziemlich hoch auf Bali ist. Die meisten Ausländer leben auch in großen Villas mit Pools, so dass sehr leicht zu erkennen ist, wo es etwas zu holen gibt. Während des letzten Jahres wurde bei vielen von unseren Freunden eingebrochen. Einer hatte mit sechs Einbrüchen in 10 Monaten extrem viel Pech. Manche haben auch Einbrecher bei der Rückkehr überrascht oder wurden sogar bestohlen während sie schliefen. Wir hatten bisher Glück. Aber deswegen bleiben nachts die Fenster zu. Um den Schaden so gering wie möglich zu halten, haben wir einen 50 kg schweren Safe, der an der Wand befestigt ist, angeschafft. Dort schließen wir immer unsere Wertsachen und Laptops ein. Selbst wenn wir nur für eine halbe Stunde das Haus verlassen.

Ganz angenehm ist, dass man sich wenig Gedanken darum machen muss, ob es kälter oder wärmer geworden ist und ob man sich deswegen anders anziehen sollte. Ich kann jeden Tag kurze Hosen und T-Shirt tragen. Nur in Ausnahmen ziehe ich lange Hosen an, z.B. wenn ich zur Ausländerbehörde gehe oder tagsüber als Sonnenschutz und abends gegen Mücken. Socken und richtige Schuhe brauche ich nur selten. Als es im Wintermonat August kälter war, habe ich zum Rollerfahren abends einen Pulli getragen. Es ist erstaunlich wie unwichtig Wetterberichte hier sind. Außer „Es ist heiß heute“ spricht man auch nicht über das Wetter. Nur in der Regenzeit ist es wichtig immer Regenjacke und -hose dabei zu haben, da es oft überraschend regnet und innerhalb von einer Minute ist man dann klatschnass.

Die Wettervorhersage für diese Woche

Weniger schön ist dagegen, dass man unbedeckte Haut vor der Sonne und den Mücken schützen muss. Und zwar das ganze Jahr über. Auf Bali gibt es zwar kein Malaria mehr aber Dengue ist weit verbreitet. Die Zahl der Denguefälle in unserem Bekanntenkreis ist leider auch ziemlich hoch. Teilweise auch mit Behandlung im Krankenhaus. Und so reiben wir uns meistens gleich nach dem Duschen erst mit Sonnencreme und dann mit Soffel, dem Mückengift ein. An die Sonne hat sich unsere Haut etwas gewöhnt, so dass wir nicht immer oder weniger Sonnencreme brauchen. Dennoch benutze ich einmal am Tag Sonnencreme und ein bis zweimal am Tag Soffel. Gerade das Mückengift ist ziemlich lästig, da es in den Augen brennt, wenn man sie versehentlich anfasst oder in den Kratzern oder kleinen Wunden die man an den Armen und Beinen hat. Und in den Mund bekommen sollte man es auch nicht.

Die aktuelle Sammlung

Die Versorgung mit Wasser funktioniert auch ein bisschen anders hier. Wir bekommen unser Wasser von einem Brunnen mit Pumpe der hinter dem Haus steht. Das Grundwasser ist aber nicht trinkbar, deswegen muss ich vom Laden gegenüber alle paar Tage eine große 19l Wasserflasche holen. Gerade zu Beginn mussten wir immer daran denken nicht beim Duschen oder Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken.
Das mit dem Abwasser ist mir immer noch schleierhaft. Eindeutig ist nur das Wasser vom Küchenwaschbecken, das versickert einfach hinter dem Haus. Für die Toiletten scheint es entweder einen Tank zu geben, der dann ab und zu geleert werden müsste (noch nie jemand gesehen) oder es fließt in eine Grube und versickert dort langsam.

Unser Trinkwasserbehälter

Wir kochen mit Gas, was ganz praktisch ist. Einziger Nachteil ist nur, dass es natürlich keine Gasleitung zum Haus gibt. Statt dessen haben wir eine Gasflasche, die wir alle ein bis zwei Monate austauschen.
Beim Strom gibt es auch eine Besonderheit und zwar ist es ein Prepaid-System. Am Haus befindet sich ein Stromzähler, auf dem unser aktuelles Guthaben in Kilowattstunden angezeigt wird. Ungefähr einmal im Monat fahr ich dann zu einer Post oder einem Handyladen und kaufe neuen Strom :-). Ich erhalte dann einen Aufladecode, den ich am Zähler eingeben kann und zack ist das neue Guthaben da.

Viele Expats lassen diese Erledigungen von ihren Haushaltshilfen erledigen. Eine Vollzeithilfe kostet ungefähr 150$ im Monat. Die Absprachen sind sehr unterschiedlich aber meist bedeutet Vollzeit 6 mal die Woche für 3 bis 6 Stunden täglich. Zu den Aufgaben gehört dann putzen, abwaschen, kochen und einkaufen. Pool und Garten wird meistens von einem weiteren Angestellten übernommen. Wenn man Kinder hat noch eine Nanny. Gegebenenfalls auch noch ein Fahrer. Und ein Nachtwächter.
Wir haben auch eine Haushaltshilfe aber er kommt nur zweimal die Woche für jeweils anderthalb Stunden. Das ist ausreichend für uns.

Um wenigstens nachts Ruhe vor den Mücken zu haben schlafen wir immer unter einem Moskitonetz.

Wochenende in Jakarta

Kürzlich waren wir für ein Wochenende in Jakarta (die Hauptstadt von Indonesien). Ich wollte unbedingt einen Eindruck bekommen wie Jakarta im Vergleich zu anderen asiatischen Hauptstädten wie Kuala Lumpur oder Hanoi ist aber auch im Vergleich zu Denpasar, der größten Stadt Balis.
Ehrlich gesagt bin ich von Denpasar enttäuscht. Ich hatte erwartet, dass es größer ist, mehr Möglichkeiten jeder Art gibt und viel mehr los ist. Aber bis auf ein paar gute Einkaufsmöglichkeiten gibt es keinen Grund nach Denpasar zu fahren. Es scheint überhaupt kein richtiges Zentrum zu geben. Es ist mehr wie endlose Ausfallsstrassen aber man kommt nie in der Stadt an. Man muss dazu sagen, dass Denpasar auch nur rund 700.000 Einwohner zählt. Als ich damals las, dass auf Bali 4 Millionen Menschen leben, habe ich erwartet, dass die Urbanisierung viel weiter fortgeschritten ist und wesentlich mehr Menschen in der Hauptstadt leben. Aber wenn 60% der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeiten, dann muss natürlich auch die Mehrheit auf dem Land wohnen.
In Jakarta haben wir vor allem die Annehmlichkeiten einer Großstadt genossen: Shopping Malls, Salsa tanzen und mit dem Bus fahren.

Neben den Sammelbussen gab es auch Richtige mit Haltestelle und Busspur :-).

Mit 10 Millionen Einwohner ist Jakarta größer als Bangkok (in der Region sollen sogar 30 Millionen leben!) und ich habe noch nie jemand getroffen, der etwas gutes über Jakarta gesagt hat. Leute zu fragen, wie ihnen Jakarta gefallen hat, ist schon ein Running Gag geworden.
Besonders der Verkehr und die Staus sind berüchtigt. Wenn man Pech hat, dann kann die Fahrt zum Flughafen vier Stunden dauern! Alle, die in Jakarta gelebt haben,
erzählen davon, wie sie immer Snacks und eine Kühltruhe mit kalten Getränken im Auto haben, da man immer damit rechnen muss für mehrere Stunden im Stau fest zu stecken.

Das Bild vermittelt einen Eindruck von dem Aufkommen an Verkehr und auch der Disziplin der Verkehrsteilnehmer. Die linke Spur ist übrigens die Busspur. Obwohl wir den Bus von der Haltestelle sehen konnten, hat es locker eine Viertelstunde gedauert bis er bei uns angekommen war.

Wir haben uns auch einen selfie pole gekauft. Das ist eine Art Stativ, mit dem man dann die Kamera weiter weit halten kann um sich selbst besser fotografieren zu können. Die Indonesier haben dafür den schönen Begriff tongcis. Tong steht dabei für Stab und cis für Narzisst, also ein Narzisstenstab :-).
Mit auf dem Bild sind Bekannte von uns, die uns an dem Tag durch Jakarta geführt haben.

Beide sind gläubige Muslime und die einzigen Menschen, die ich kenne, die noch nie Alkohol getrunken haben. Und sie hat uns erzählt, dass sie gerne wüsste wie Wein schmeckt! Das finde ich besonders faszinierend, da sie Teekennerin ist und Claire und sie jedes Mal besondere Teesorten austauschen.

Ein paar Bilder vom Markt in Chinatown.

Eindrücke von Kambodscha

Nach meinem Studium war ich fast drei Monate lang in Südostasien unterwegs und verbrachte ungefähr vier Wochen davon in Kambodscha. Wie bereits hier erwähnt faszinierte mich Kambodscha ungemein.
Deshalb veröffentliche ich hier nun meine Lieblingsfotos von diesem Teil der Reise.

Tiertransport. Und jemand, der auf dem Dach zwischen den Enten mitfährt.

Hifi und TV Service auf der Straße.

Fahrradtaxis.

Bei Sammeltaxis wurde im Reiseführer dazu geraten, dass man nicht zulassen sollte, dass der Fahrer seinen Platz mit einem Passagier teilt. Lieber sollte man extra bezahlen, so dass dieser „Sitzplatz“ frei bleibt.

Wenn die Ladefläche voll ist, dann sitzt man halt auf dem Dach.

Ich würde lieber dreimal fahren um das zu vermeiden.

Anscheinend gibt es nichts, was man nicht auf dem Autodach transportieren kann.

Hier gibt’s Motorradketten.

Ich glaube, das war sogar die Toilette von einem Restaurant.

Einen Stuhl, zwei Spiegel, eine Schere und ein Kamm und man kann als Frisör arbeiten.

Garküchen in Phnom Penh.

Stelzenhaus in der Nähe vom Tonlé Sap See.

Die großen Tonkrüge sind wahrscheinlich dazu da um das Regenwasser zu speichern, welches als Trinkwasser benutzt wird.

Der Hafen und Markt von Kompong Chhnang waren unglaublich.

Es lag einfach überall Müll herum.

Irgendwann beobachtete ich jemand der fegte und Müll in einen Behälter tat. Als er damit fertig war, leerte er den Behälter in den Fluß.

In Kambodscha trägt man draussen auch gerne Schlafanzüge :-).

Noch ein Frisör und ein Gemüsehändler. Immerhin legen sie was unter das Gemüse.

Preisfrage: Wieviele Fahrräder kann man mit einem Pickup transportieren?

Ein sehr spannendes Land. Kann ich nur empfehlen als Reiseziel.

Wieder zurück in Bali

Seit den Sommerferien sind schon wieder einige Wochen vergangen und viel ist passiert. Deswegen mal ein paar Fotos.


Bin unter die Surfer gegangen :-).


So fahr ich dann zum Strand.


Sonnenaufgang auf dem Mount Batur Vulkan.


Das Kind von den Nachbarn kommt öfter mal zum Spielen bei uns vorbei. Vor kurzem hat sie damit angefangen unserer Bett zu machen.


Einmal hat sie auch beim Abwaschen mitgeholfen. Wir haben auch so viele aufregende Dinge in unserem Haus.


Der Bananenbaum vorher.


Die Bananenernte :-). Die Staude wiegt ca. 20 kg. Leider sind sie noch nicht ganz reif aber ich musste sie ernten, da der Baumstamm unter der Last zerbrochen ist.


Wir wissen schon gar nicht mehr, was wir mit den ganzen Papayas anfangen sollen. Sieben Bäume haben wir davon.


Zitronengras frisch aus dem Garten.


Tauchen auf Nusa Lembongan. Gibt wirklich sehr schöne Korallen und viele tolle Fische zu sehen.


Glasklares Wasser.


Gab ordentliche Wellen an dem Wochenende.


Mein T-Shirt ist schon ganz schön von der Sonne ausgeblichen.


Schon erstaunlich was für riesige Drachen die Einheimischen steigen lassen.

Gesammelte Fotos zum Thema Einkaufen

Ich war mal bei einem kleinen Stand in der Nachbarschaft einkaufen. Das Resultat waren Eier, Öl, Reis, Nudeln und Salz.

Wechselgeld. Wenn sie keine Münzen haben, bekommt man manchmal Bonbons als Ersatz.

Eine schöne, ordentliche Auswahl an getrocknetem Fisch.

In den Kanistern sind lebendige Fische drin. Damit fährt er rum und verkauft sie z.B. an die Leute, die abends an der Straße eine kleine Garküche aufbauen.

Ein Obststand. Leider nicht bei uns in der Nähe.

Der Kokosnussmann war da. Manchmal lassen wir uns junge Kokosnüsse (voll mit Kokoswasser) liefern. Wenn man etwas indonesisch sprechen kann und die richtigen Telefonnummern kennt, kann man sich sowieso einiges nach Hause bringen lassen.

Mit dem Wechselkurs von 1 Euro zu 15600 indonesischen Rupiah und dadurch, dass der größte Schein weniger als 8 Euro wert ist, trägt man immer riesige Mengen an Geldscheinen durch die Gegend. Auf dem Foto müssten 13 Millionen Rupiah sein (keine alltägliche Menge).

So sieht das aus, wenn Claire shoppen war :-).

Recycling gibt es hier eigentlich nicht. Aber Plastikflaschen und -becher kann man sammeln und irgendwo soll man dann pro Kilogramm(!) ungefähr 12 Cent bekommen.

Das sind Einsiedlerkrebse, die zum Teil bemalte Schneckenhäuser haben. Wohl ein Mini-Haustier für Kinder.