Winterurlaub Teil 3: Malaysia

Zum Abschluss waren wir für eine Woche in Malaysia. Die Orte, die wir besucht haben, waren ganz anders als Thailand oder Laos aber ebenfalls sehr schön.


Neben den Malaien gibt es in Malaysia auch einen großen Anteil an Chinesen und Indern. Dadurch sind die Städte (zumindest die, die wir auf der Malaiischen Halbinsel besucht haben) sehr vielseitig und interessant. So findet man fast immer ein Little India und ein Chinatown, mit vielen Läden und Restaurants speziell für diese Gruppen. Das Stadtbild wird besonders von den schönen Shophouses geprägt, diese bestehen aus einem Laden im Erdgeschoss und der Wohnung darüber. Es ist auch schön zu sehen wie Moscheen, Kirchen, buddhistische, taoistische und hinduistische Tempel friedlich nebeneinander stehen.

Die Bevölkerung von Malaysia ist sehr vielfältig. Nur die Hälfte der Einwohner von Malaysia sind ethnisch gesehen überhaupt richtige Malaysier (also Ureinwohner).
Das macht es auch etwas verwirrend in Malaysia. Normalerweise kann man ja ganz gut raten, wer Tourist und wer Einheimischer ist oder welche Sprache jemand wahrscheinlich spricht. Abgesehen von westlich aussehenden Menschen wie uns, kann man das in Malaysia kaum erkennen. Ein chinesisch aussehender Mensch kann chinesischer Tourist oder ein Malaysier sein. Viele der Malaysier, die wir getroffen haben sprechen sehr viele Sprachen: Malaysisch, Englisch, Chinesisch (Mandarin und/oder Hokkien) und Tamil. Und es ist komisch, wenn ich einem indisch oder chinesisch aussehendem Malaysier, mit dem ich vorher englisch gesprochen habe, dann auf Landessprache – also Malayisch – Danke oder Auf Wiedersehen sage.

Das mit dem Raten, woher jemand kommt, wird sowieso immer schwieriger. In Singapur, was 70% chinesisch-stämmig ist, bin ich beim Salsatanzen mit einer chinesisch aussehenden Frau ins Gespräch gekommen. Stellt sich raus, dass sie eine Touristin aus Australien ist. Oder in Thailand haben wir ein Tuktuk mit einem indisch anmutendem Mann geteilt, der am Ende aus München kam. Meistens wird ja vermutet, dass ich aus Frankreich komme aber in Thailand, gab es eine Gegend, in der offenbar viele Israelis Urlaub machen und so wurde ich dort mit Shalom angesprochen.


Neben den historischen Shophouses gibt es in Penang auch überraschend viele Hochhäuser.


Ein paar chinesische Großfamilien wohnen in Häusern auf Stelzen.


Wie eine ordentliche, saubere Kleinstadt.


Warum nicht direkt neben der Straße Schweine zerlegen. Kühlung ist sowieso völlig überbewertet.


Als Teetrinker wollte ich unbedingt die Teeplantagen in den Cameron Highlands besuchen. Überraschenderweise gab es in den Bergen viel mehr Gewächshäuser und Felder für Obst und Gemüse als Tee. Die andere große Sehenswürdigkeit – die Erdbeerfelder – haben wir aber ausgelassen.


Die Teepflanze wächst eigentlich als Strauch oder kleiner Baum. Zur einfacheren Ernte wird sie in den Plantagen wie eine kleine Hecke geschnitten. Gerntet wird heutzutage mit einer großen Heckenschere, mit der die oberste Schicht mit den jüngsten Blättern abgeschnitten wird. Ein frisch gepflücktes Teeblatt riecht und schmeckt kein bisschen nach Tee. Erst durch die Verarbeitung entsteht das Aroma.


Kuala Lumpur mit den Petronas Towers im Hintergrund.


Eine der Streetfood-Straßen in KL.


Die reichlich (fürchterlich) geschmückten Fahrradtaxis in Melakka bieten vor allem Stadttouren an. Sobald sie einen Kunden gefunden haben, schalten sie auch die unter dem Sitz versteckte Stereoanlage ein. Laut dröhnend und wummernd rollen sie dann durch die Altstadt.

Wieder zurück auf Bali

Nach einem langen Winterurlaub sind wir wieder zurück auf Bali. Diesmal gab es keine bösen Überraschungen wie beim letzten Mal.

Vier Wochen waren wir unterwegs und sind wieder viel herumgekommen. Angefangen haben wir in Bangkok und bereisten dann in einem großen Bogen Laos und Nordthailand. Anschliesslich Südthailand und weiter nach Malaysia.

Wir haben viele tolle Ausflüge gemacht, viele neue und leckere Sachen gegessen, viel rumgelaufen, haben viele unbequeme Stunden in Bussen verbracht, interessantes und seltsames gesehen, viel Toast mit Erdbeermarmelade zum Frühstück gegessen und unzählige Bewertungen gelesen.
Schön wars.

Hier sind schonmal die ersten Urlaubsfotos.