Winterurlaub Teil 2: Laos

Nach Bangkok waren wir für knapp zwei Wochen in Laos unterwegs. Die Hauptstadt Vientiane war schön und ein sehr angenehmer Ort. Klein genug, dass man überall hinlaufen konnte. Aber nicht zu klein und genug Touristen, so dass es viel Auswahl gab und dennoch nicht zu touristisch war.

Es gab einige sehr leckere Gerichte in Laos. Zum Beispiel Zitronengras-Salat mit Kräutern, was zusammen mit Nüssen in einem Betelnussblatt gegessen wird.

Besonders abends gab es überall Essensstände.

Irgendwie ist da ein Stromkabel ins Bild geraten. Kann man das mit Photoshop nicht irgendwie entfernen? ;-)

Typisch Asien. Flipflops und Flipflop-Socken. Fehlen nur noch die Hello-Kitty Gesichtsmasken.

In der Nähe von Vientiane gibt es einen großen Garten voller Statuen, die vom Buddhis- und Hinduismus inspiriert sind.


Die Regenzeit war noch nicht lange vorbei und trotzdem war fast alles in Laos mit einer dicken, rot-brauen Staubschicht bedeckt.

Frische Baguettes mit Gemüse, Kräutern und ein paar nicht identifizierbaren Zutaten à la Bánh mì. Lecker!

Ich hab es nicht genau herausfinden können aber ich vermute, die Frauen, die dort mit Tisch und Stuhl am Strassenrand sitzen, Horoskope erstellen und verkaufen.

Fermentierter Fisch.

In Laos ißt man nicht nur alle Tiere, sondern auch alle Teile davon.

Die Märkte waren wieder sehr schön. Viel sauberer, frischer und ein vielfältigeres Angebot als auf Bali.

Leider ist in Laos auch die chinesische Medizin sehr verbreitet, wo jeder Quatsch als Heilmittel verkauft wird.

Wenigstens scheinen die meisten Heilmittel pflanzlicher Herkunft zu sein. In Südkorea waren auch viele teilweise exotische Tiere in den „Apotheken“.

Ich hab lange darauf gewartet, dass ein Sack Reis umfällt aber leider ist nichts passiert.

Auf den Märkten gibt es soviel zu entdecken. Dieser war so groß, dass ich mich fast verlaufen hab.

Gegrillte Fische, Vögel und noch ein paar nicht identifizierbare Dinge.

Fahrradtour in Vang Vieng. Diese kleine Stadt ist das Backpacker-Party-Ghetto von Laos. Für manche vielleicht das Highlight ihres Urlaubs aber wir waren froh nach zwei Tagen weiter zu reisen.

Unser Weihnachtsessen: Koreanisches Barbecue.

Vang Vieng war berühmt für das Happy Tubing, wo man auf einem aufgeblasenen Autoreifen den Fluß hinunter getrieben ist und sich dabei an den am Ufer gebauten Bars mit Drinks versorgt hat. Dabei sind wohl zu viele besoffene Touristen ertrunken, so dass die Bars geschlossen wurden und das Ganze etwas gesitteter zugeht.

Die Busfahrten in Laos werden wir so schnell bestimmt nicht vergessen. 8 Stunden im Minibus, 6 davon durch die Berge. Durch die vielen Kurven und die Raserei unseres Fahrers fühlten wir uns wie in einer Achterbahn. Bei diesen Fahrten bin ich das erste Mal in meinem Leben ein bisschen seekrank im Auto geworden. Viele der Laoten waren weniger gewöhnt und erbrachen sich in Plastiktüten.

Bequem war es leider auch nicht. In Laos werden die Busse bis auf den letzten Platz vollgestopft. Die beiden in der Mitte sitzen auf kleinen Plastikhockern im Gang! Auch bei der 16-stündigen Fahrt mit dem Nachtbus nach Thailand gab es ein paar Pechvögel, die keinen richtigen Sitz mehr abbekommen haben und die Nacht auf einem Hocker verbringen mussten.

Plain of Jars oder Ebene der Steinkrüge bei Phonsavan. In diesem Gebiet befinden sich hunderte über 1500 Jahre alte Steinkrüge.

Während des Vietnamkriegs wurden von der USA viele Bomben und Landminen über Laos abgeworfen. Große Teile von Laos sind auch heute noch nicht geräumt. Die Ebene der Steinkrüge wurde teilweise geräumt, damit es von Touristen besucht werden kann. Jedoch gibt es überall Markierungen im Boden, die kennzeichnen, wo der sichere Bereich endet. Das ist wirklich krass, wenn man sich nicht frei in der Natur bewegen kann aus Angst, dass man auf eine Landmine treten könnte.

Es ist bis heute unklar, für welchen Zweck die Steinkrüge geschaffen wurden. Manche Wissenschaftler vermuten, dass sie für Begräbnisse verwendet wurden und dass diese Ansammlungen so etwas wie Friedhöfe sind. Die Einheimischen sagen jedoch, dass früher die Könige daraus ihren Whisky tranken.

Oder wurden sie möglicherweise dafür geschaffen, dass wir heute alberne Fotos machen können?

Da Phonsavan schwer zu erreichen ist und es ausser die Ebene der Tonkrüge nicht viel zu bieten hat, gibt es nur sehr wenige Touristen. Niemand hat uns dort behelligt, nicht einmal die Tuktuk Fahrer haben uns angesprochen! Die Hotels und Restaurants konzentrierten sich in einem kleinen Teil der Stadt, wo wir auch ständig die gleichen Leute trafen. In der restlichen Stadt sind wir fast nie einem anderen Touristen begegnet. Einmal, nachdem wir lange auf dem Markt herum gelaufen sind, haben wir ein paar Japaner getroffen, die sich so über uns gefreut haben, dass sie uns was von ihrem Essen zum Probieren angeboten haben.

Tote Fledermäuse, Vögel, Eichhörnchen(?) und Maden zum Verkauf.

Obwohl der Krieg eigentlich im Nachbarland stattfand, hat die USA mehr Bomben über Laos abgeworfen als im 2. Weltkrieg. Überrest von Bomben ist allgegenwärtig und wird kreativ verwendet. Unter anderem werden auch Löffel und Schmuck aus dem Metall von Bomben gefertigt. Dadurch dass Schrotthändler relativ viel Geld für altes Metall bezahlen, lassen sich die Bomben gut verkaufen. Viele Menschen und auch viele Kinder suchen nun nach nicht explodierten Bomben und Minen und jeden Tag verlieren einige davon ihr Leben oder werden verstümmelt.

Das Markenzeichen von Luang Prabang: Mönche und Tempel.

Inzwischen ist die Altstadt Luang Prabangs überfüllt von Highend-Touristen, die – im Gegensatz zu den Backpackern in Vang Vieng – Kunst, Kultur, gutes Essen und feine Hotels schätzen.

Die Tempel scheinen mir (verglichen mit den Nachbarländern) einzigartig in ihrem Stil zu sein und sind sehr sehenswert.

Luang Prabang ist umgeben von zwei Flüssen und einer schönen Hügellandschaft.

Durch die Touristenmassen wird überall Eintritt und Wegegeld verlangt, wie auch bei dieser Holzbrücke.

Wasserfälle gibt’s ja auch fast überall. Die Kuang Si Wasserfälle waren aber wirklich sehenswert.

Zuerst viele, kleine Stufen.

Dann eine große, vielleicht 20m hohe Stufe. Oben angekommen kann man sogar den Fluß überqueren.

Leider kann man kaum erkennen, wie hoch es wirklich ist.

Buddhistische Mönche leben traditionellerweise von Almosen in Form von Lebensmitteln, die sie allmorgendlich von Gläubigen erhalten. In Luang Prabang hat sich dieses schöne Ritual leider zu einem Touristenspektakel entwickelt. Lange vor Sonnenaufgang werden die Touristen in unzähligen Busladungen zu den Tempeln gefahren um auf die Mönche zu warten. Als wir uns morgens zu Fuß auf den Weg machten, wurden wir an jeder Ecke von Verkäufern belästigt, die uns dazu bringen wollten Lebensmittel zu kaufen, so dass wir an dem Ritual teilnehmen können (Angeblich würden sie sogar Sachen verkaufen, die die Mönche gar nicht essen dürfen und dementsprechend später wegwerfen würden). Glücklicherweise sind die meisten Busse an uns vorbeigefahren und bei dem Tempel warteten nur Wenige. Aber sobald die Mönche auf die Straße traten um die Almosen zu empfangen, begann ein Blitzlichtgewitter wie bei einer Preisverleihung. Das ist wirklich schade, dass man dieses Ritual nicht mehr in Stille beobachten kann, weil die Meisten wild durch die Gegend rennen um Fotos zu machen.

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Wieder zurück auf Bali

Nach einem langen Winterurlaub sind wir wieder zurück auf Bali. Diesmal gab es keine bösen Überraschungen wie beim letzten Mal.

Vier Wochen waren wir unterwegs und sind wieder viel herumgekommen. Angefangen haben wir in Bangkok und bereisten dann in einem großen Bogen Laos und Nordthailand. Anschliesslich Südthailand und weiter nach Malaysia.

Wir haben viele tolle Ausflüge gemacht, viele neue und leckere Sachen gegessen, viel rumgelaufen, haben viele unbequeme Stunden in Bussen verbracht, interessantes und seltsames gesehen, viel Toast mit Erdbeermarmelade zum Frühstück gegessen und unzählige Bewertungen gelesen.
Schön wars.

Hier sind schonmal die ersten Urlaubsfotos.