Wenn ich gewusst hätte, wie einfach das ist Müsli zu machen

In einem Land wie Singapur, in dem Müsli ein halbes Vermögen kostet, zögere ich immer die nächste Packung zu kaufen. Als ich durch Zufall an einem Rezept für Müsli vorbei kam, da dachte ich erst, dass das etwas günstiger sein könnte. Das stimmt vielleicht nicht aber dafür schmeckt selbstgemachtes Müsli viel besser. Vor allem ist es unglaublich knusprig.

Außerdem hat es den Vorteil, dass man selbst bestimmen kann was drin ist. Und es ist total einfach: alle Zutaten mit etwas Öl und Ahornsirup in eine Schüssel geben und dann im Backofen backen.

Auch sehr einfach und sehr lecker ist Sirup für Zitronenlimonade herzustellen. Dadurch, dass man Zitronensäure dazu gibt und die Zitronenschalen kocht, ist das Rezept auch sehr ergiebig. Aus 8 Zitronen habe ich 6 Gläser mit Sirup bekommen.

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Phở Bò Suppe

Eins meiner Lieblingsgerichte ist Phở Bò. Das ist eine vietnamesische Suppe, die im Prinzip aus Rinderbrühe, Reisnudeln, Rindfleisch, Kräutern und etwas Gemüse besteht. Da ich bisher noch kein leckeres, vietnamesisches Essen auf Bali gefunden und ich Phở auch erst ein einziges Mal gekocht habe, habe ich mich nochmal an Phở rangewagt. Das, was an dem Gericht Arbeit macht und gleichzeitig entscheidend für den Geschmack ist, ist die Rinderbrühe. Da es aber kaum einen Unterschied macht, ob man einen kleinen oder einen großen Topf Brühe kocht, hab ich die im Rezept vorgeschlagenen Mengen von 6 Litern Wasser, knapp 2 kg Knochen und einem dreiviertel Kilo Rindfleisch genommen. Das waren echt viel Knochen!

Hier sieht man die Zutaten und den extra dafür angeschafften Topf.

Zuerst werden die Knochen und das Fleisch in Wasser gekocht. Nach anderthalb bis zwei Stunden ist das Fleisch weich und wird entnommen, während die Knochen bis zu vier Stunden ausgekocht werden können.

Speziell für Phở fügt man auch Fischsauce, Ingwer und Zucker, sowie am Ende noch Sternanis und Nelken dazu. Eine Stunde bevor die Brühe fertig ist kommt das Gemüse mit rein. Karotte, Lauch und Knoblauch standen zwar nicht im Rezept, geben der Brühe aber noch mehr Geschmack.

Nach ungefähr drei Stunden habe ich die Knochen herausgenommen und die Brühe durch ein Sieb passiert.

Frisch dazu kommen Sojasprossen, Chilis, Limetten, Koriander und Frühlingszwiebeln (eigentlich auch noch Thai Basilikum aber das scheint es hier nicht zu geben).

Die gekochten Reisnudeln mit Brühe aufgiessen, Fleisch und Garnitur dazu und fertig ist Phở Bò!

Es hat sehr lecker geschmeckt. Viel besser als was man in den vietnamesischen Restaurants in Berlin bekommt. Es lohnt sich wirklich sich die Mühe zu machen und die Brühe selbst zu kochen. 6 Liter Wasser ergeben auch sehr viel Brühe. Wir haben zwei Tage davon gegessen, unsere Nachbarn eingeladen, noch eine andere Nudel-Gulasch-Suppe mit Gemüse gemacht und haben immer noch drei Behälter mit Brühe im Tiefkühlfach.

Wenn es jemand gerne nachkochen möchte, dann schreibe ich es auch noch in Rezeptform auf.

Kochen

Ständig im Restaurant zu essen nervt mich irgendwann. Der Ablauf im Restaurant – die Karte, die Bestellung, das Essen, die Rechnung Anfordern, das Bezahlen, auf das Wechselgeld warten – es ist ermüdend und kostet auch viel Zeit. Vom Geld mal ganz abgesehen. Eine Weile macht es Spaß immerzu neue Gerichte und Orte auszuprobieren aber irgendwann will ich nur noch schnell mal was essen.
Dieser Moment kam eine Weile nachdem wir in unser Haus eingezogen sind und spätestens dann hab ich so richtig angefangen unsere Küche auszustatten.

Das ist das erste richtige Essen, was ich in unserer neuen Küche gekocht habe (Nudeln mit Fertigsoße zählt nicht als Kochen): Ein noch ziemlich improvisiertes Thai-Curry.

Pasta à la Primavera und ein gemischter Salat.

Selbstgemachte Ras El Hanout Gewürzmischung. Damit kann man einige ganz hervorragende marokkanische Gerichte kochen. Die neun Bestandteile für diese Gewürzmischung zu bekommen, war wirklich eine Herausforderung. Das hat viele Besuche auf Märkten und Supermärkten erfordert.

Das war der Grund, warum wir Ras El Hanout gebraucht haben: Wir hatten unsere Nachbarn zum Einstand zum Essen eingeladen und dafür Hähnchen mit Aprikosen, Ras El Hanout und Couscous gekocht.

Unsere ganz stattliche Gewürzsammlung. Bei unseren Nachbarn haben wir schon den Ruf weg, dass wir nichts anderes machen außer Einkaufen zu gehen.

Mal was richtig herzhaftes: Champignons in Weinsauce und Bratkartoffeln.

Indischer Gewürztee (der ist allerdings erstmal viel zu scharf geraten).

Und das bisher aufwendigste: Pho Bo Suppe. Das wird aber noch ein extra Artikel.