Linktipps Indonesien (4)

Aerobic-Übungen sind Teil des Schulsports in Indonesien. Dank der Nachbarskinder haben wir schon einige Videos kennenlernen dürfen. Der Text bei diesem ist übrigens: „Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht“
https://www.youtube.com/watch?v=TWOab_Ibusk

Überflutungen in Jakarta
Same procedere as every year, James.

Podcast über das Leben in China (auf Deutsch). Interessant, was die Gemeinsamkeiten zwischen Indonesien und China sind und wie sich das Leben unterscheidet.

Kurzes Video über das Expat Leben in Indonesien. Besonders wenn man an einer staatlichen Schule als Lehrer arbeitet (gilt nur bedingt für Internationale Schulen).
Zu dem Essen kann man aber sagen, dass es recht wenig Gemeinsamkeiten zwischen westlicher und indonesischer Diät gibt. Alle Lebensmittel die hauptsächlich von Expats konsumiert werden sind wirklich sehr teuer, z.B. Käse, Butter, Müsli, Wein, Salami.

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Lieber Stadt als Strand: Warum wir nicht länger auf Bali bleiben

Zwei Jahre Bali neigen sich dem Ende entgegen. Nachdem das erste Jahr vorbei war, war die meist gestellte Frage: Und dann? Was macht ihr danach?
Der einfache Teil der Antwort war, dass zwei Jahre Bali uns genug sind.

Wir merkten beide, dass wir Stadtmenschen sind. Auf Bali gibt es die Verkehrsprobleme einer Vorstadt aber nur die Möglichkeiten einer Kleinstadt. Die Salsa-Szene ist nur so lala, Klettern ist minimal, nur durch Zufall hab ich vor kurzem ein paar andere Jongleure gefunden und es gibt keine Strickgruppen für Claire. Da es überhaupt keine Tech- bzw. IT-Szene gab, fing ich selbst damit an Treffen zu organisieren. Natürlich kann man Bali nicht mit Berlin vergleichen aber es fühlt sich in vieler Hinsicht eingeschränkt an. Wir waren noch nie in einem Kino und nur ein einziges Mal bei einem Comdey-Abend. Andererseits gibt es auch Dinge, wofür Bali ideal ist wie z.B. Surfen, Tauchen, Massagen und Essen gehen.

Dazu kommt, dass es schwierig war unsere Leute zu finden. Der Mainstream der Expats sieht ungefähr folgendermassen aus (was die Indonesier in ihrer Freizeit machen, falls sie welche haben ist mir immer noch unklar): Die jungen Leute surfen und machen Party. Die Älteren interessieren sich für Yoga und Spiritualität. Die mit Familien müssen arbeiten und betreiben entweder Restaurants oder vermitteln Villas. Und dann gibt es noch ein paar, die von der scheinbaren Gesetzlosigkeit hier angezogen werden.
Nach und nach haben wir natürlich unsere Leute gefunden. Ich hab sogar einen Freund der Makler und Surfer ist :-).

Es gibt noch viele andere Faktoren, die bei unserer Entscheidung nicht länger auf Bali zu bleiben eine Rolle gespielt haben (später vielleicht mehr darüber).

Linktipps Indonesien (3)

Filmtipp: 39° Atambua
Der Film spielt im Grenzgebiet von Indonesien und Osttimor und handelt auch von dem Konflikt dieser Länder. Das gezeigte Leben auf dem Dorf und in der Stadt sind ähnlich zu dem was ich auf Flores sah. Ich vermute auch, dass es in großen Teilen (Ost-)Indonesiens so aussieht.

Fotos von illegalen Müllkippen in Bali.

Fragenbogen für die Fahrprüfung in Bali

Artikel über Canggu – den Ort in dem wir auch leben. Kurz gesagt: Canggu ist voll von (größtenteils australischen) Bio-Hipstern die Surfen und schlechte Rock-Musik hören.

Im Allgemeinen werden die Verstorbenen in Bali in aufwendigen und kostspieligen Zeremonien verbrannt. Es gibt aber ein Dorf auf Bali das anders verfährt. Dort ist es Sitte, dass die Verstorbenen an der Luft verwesen. Sie werden in eine Art Käfig gelegt, so dass sie nicht von Tieren gefressen werden können. Die übrigbleibenden Knochen werden dann bei einem Altar gesammelt.
Das würd ich ja gern noch besuchen.

Unser Alltag auf Bali

Das Allererste, was ich morgens mache, ist die Klimaanlage auszuschalten. Wir schlafen eigentlich immer mit Klimaanlage. Das ist ein Luxus, den wir uns gönnen, da es sich mit angenehm kalten 26 °C viel besser schläft (zusätzlich zu den zwei Klimaanlagen haben wir auch fünf Ventilatoren in dem Haus!). In den Wintermonaten (der Südhalbkugel) könnte man auch mit offenem Fenster schlafen aber das trauen wir uns nicht aus Angst vor Einbrechern. Unsere Fenster haben keine einbruchsichere Kippstellung. Sobald sie offen sind, kann man sehr leicht von außen reinkommen. Dazu kommt, dass die Einbruchsrate leider ziemlich hoch auf Bali ist. Die meisten Ausländer leben auch in großen Villas mit Pools, so dass sehr leicht zu erkennen ist, wo es etwas zu holen gibt. Während des letzten Jahres wurde bei vielen von unseren Freunden eingebrochen. Einer hatte mit sechs Einbrüchen in 10 Monaten extrem viel Pech. Manche haben auch Einbrecher bei der Rückkehr überrascht oder wurden sogar bestohlen während sie schliefen. Wir hatten bisher Glück. Aber deswegen bleiben nachts die Fenster zu. Um den Schaden so gering wie möglich zu halten, haben wir einen 50 kg schweren Safe, der an der Wand befestigt ist, angeschafft. Dort schließen wir immer unsere Wertsachen und Laptops ein. Selbst wenn wir nur für eine halbe Stunde das Haus verlassen.

Ganz angenehm ist, dass man sich wenig Gedanken darum machen muss, ob es kälter oder wärmer geworden ist und ob man sich deswegen anders anziehen sollte. Ich kann jeden Tag kurze Hosen und T-Shirt tragen. Nur in Ausnahmen ziehe ich lange Hosen an, z.B. wenn ich zur Ausländerbehörde gehe oder tagsüber als Sonnenschutz und abends gegen Mücken. Socken und richtige Schuhe brauche ich nur selten. Als es im Wintermonat August kälter war, habe ich zum Rollerfahren abends einen Pulli getragen. Es ist erstaunlich wie unwichtig Wetterberichte hier sind. Außer „Es ist heiß heute“ spricht man auch nicht über das Wetter. Nur in der Regenzeit ist es wichtig immer Regenjacke und -hose dabei zu haben, da es oft überraschend regnet und innerhalb von einer Minute ist man dann klatschnass.

Die Wettervorhersage für diese Woche

Weniger schön ist dagegen, dass man unbedeckte Haut vor der Sonne und den Mücken schützen muss. Und zwar das ganze Jahr über. Auf Bali gibt es zwar kein Malaria mehr aber Dengue ist weit verbreitet. Die Zahl der Denguefälle in unserem Bekanntenkreis ist leider auch ziemlich hoch. Teilweise auch mit Behandlung im Krankenhaus. Und so reiben wir uns meistens gleich nach dem Duschen erst mit Sonnencreme und dann mit Soffel, dem Mückengift ein. An die Sonne hat sich unsere Haut etwas gewöhnt, so dass wir nicht immer oder weniger Sonnencreme brauchen. Dennoch benutze ich einmal am Tag Sonnencreme und ein bis zweimal am Tag Soffel. Gerade das Mückengift ist ziemlich lästig, da es in den Augen brennt, wenn man sie versehentlich anfasst oder in den Kratzern oder kleinen Wunden die man an den Armen und Beinen hat. Und in den Mund bekommen sollte man es auch nicht.

Die aktuelle Sammlung

Die Versorgung mit Wasser funktioniert auch ein bisschen anders hier. Wir bekommen unser Wasser von einem Brunnen mit Pumpe der hinter dem Haus steht. Das Grundwasser ist aber nicht trinkbar, deswegen muss ich vom Laden gegenüber alle paar Tage eine große 19l Wasserflasche holen. Gerade zu Beginn mussten wir immer daran denken nicht beim Duschen oder Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken.
Das mit dem Abwasser ist mir immer noch schleierhaft. Eindeutig ist nur das Wasser vom Küchenwaschbecken, das versickert einfach hinter dem Haus. Für die Toiletten scheint es entweder einen Tank zu geben, der dann ab und zu geleert werden müsste (noch nie jemand gesehen) oder es fließt in eine Grube und versickert dort langsam.

Unser Trinkwasserbehälter

Wir kochen mit Gas, was ganz praktisch ist. Einziger Nachteil ist nur, dass es natürlich keine Gasleitung zum Haus gibt. Statt dessen haben wir eine Gasflasche, die wir alle ein bis zwei Monate austauschen.
Beim Strom gibt es auch eine Besonderheit und zwar ist es ein Prepaid-System. Am Haus befindet sich ein Stromzähler, auf dem unser aktuelles Guthaben in Kilowattstunden angezeigt wird. Ungefähr einmal im Monat fahr ich dann zu einer Post oder einem Handyladen und kaufe neuen Strom :-). Ich erhalte dann einen Aufladecode, den ich am Zähler eingeben kann und zack ist das neue Guthaben da.

Viele Expats lassen diese Erledigungen von ihren Haushaltshilfen erledigen. Eine Vollzeithilfe kostet ungefähr 150$ im Monat. Die Absprachen sind sehr unterschiedlich aber meist bedeutet Vollzeit 6 mal die Woche für 3 bis 6 Stunden täglich. Zu den Aufgaben gehört dann putzen, abwaschen, kochen und einkaufen. Pool und Garten wird meistens von einem weiteren Angestellten übernommen. Wenn man Kinder hat noch eine Nanny. Gegebenenfalls auch noch ein Fahrer. Und ein Nachtwächter.
Wir haben auch eine Haushaltshilfe aber er kommt nur zweimal die Woche für jeweils anderthalb Stunden. Das ist ausreichend für uns.

Um wenigstens nachts Ruhe vor den Mücken zu haben schlafen wir immer unter einem Moskitonetz.

Wochenende in Jakarta

Kürzlich waren wir für ein Wochenende in Jakarta (die Hauptstadt von Indonesien). Ich wollte unbedingt einen Eindruck bekommen wie Jakarta im Vergleich zu anderen asiatischen Hauptstädten wie Kuala Lumpur oder Hanoi ist aber auch im Vergleich zu Denpasar, der größten Stadt Balis.
Ehrlich gesagt bin ich von Denpasar enttäuscht. Ich hatte erwartet, dass es größer ist, mehr Möglichkeiten jeder Art gibt und viel mehr los ist. Aber bis auf ein paar gute Einkaufsmöglichkeiten gibt es keinen Grund nach Denpasar zu fahren. Es scheint überhaupt kein richtiges Zentrum zu geben. Es ist mehr wie endlose Ausfallsstrassen aber man kommt nie in der Stadt an. Man muss dazu sagen, dass Denpasar auch nur rund 700.000 Einwohner zählt. Als ich damals las, dass auf Bali 4 Millionen Menschen leben, habe ich erwartet, dass die Urbanisierung viel weiter fortgeschritten ist und wesentlich mehr Menschen in der Hauptstadt leben. Aber wenn 60% der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeiten, dann muss natürlich auch die Mehrheit auf dem Land wohnen.
In Jakarta haben wir vor allem die Annehmlichkeiten einer Großstadt genossen: Shopping Malls, Salsa tanzen und mit dem Bus fahren.

Neben den Sammelbussen gab es auch Richtige mit Haltestelle und Busspur :-).

Mit 10 Millionen Einwohner ist Jakarta größer als Bangkok (in der Region sollen sogar 30 Millionen leben!) und ich habe noch nie jemand getroffen, der etwas gutes über Jakarta gesagt hat. Leute zu fragen, wie ihnen Jakarta gefallen hat, ist schon ein Running Gag geworden.
Besonders der Verkehr und die Staus sind berüchtigt. Wenn man Pech hat, dann kann die Fahrt zum Flughafen vier Stunden dauern! Alle, die in Jakarta gelebt haben,
erzählen davon, wie sie immer Snacks und eine Kühltruhe mit kalten Getränken im Auto haben, da man immer damit rechnen muss für mehrere Stunden im Stau fest zu stecken.

Das Bild vermittelt einen Eindruck von dem Aufkommen an Verkehr und auch der Disziplin der Verkehrsteilnehmer. Die linke Spur ist übrigens die Busspur. Obwohl wir den Bus von der Haltestelle sehen konnten, hat es locker eine Viertelstunde gedauert bis er bei uns angekommen war.

Wir haben uns auch einen selfie pole gekauft. Das ist eine Art Stativ, mit dem man dann die Kamera weiter weit halten kann um sich selbst besser fotografieren zu können. Die Indonesier haben dafür den schönen Begriff tongcis. Tong steht dabei für Stab und cis für Narzisst, also ein Narzisstenstab :-).
Mit auf dem Bild sind Bekannte von uns, die uns an dem Tag durch Jakarta geführt haben.

Beide sind gläubige Muslime und die einzigen Menschen, die ich kenne, die noch nie Alkohol getrunken haben. Und sie hat uns erzählt, dass sie gerne wüsste wie Wein schmeckt! Das finde ich besonders faszinierend, da sie Teekennerin ist und Claire und sie jedes Mal besondere Teesorten austauschen.

Ein paar Bilder vom Markt in Chinatown.

Gesammelte Fotos zum Thema Einkaufen

Ich war mal bei einem kleinen Stand in der Nachbarschaft einkaufen. Das Resultat waren Eier, Öl, Reis, Nudeln und Salz.

Wechselgeld. Wenn sie keine Münzen haben, bekommt man manchmal Bonbons als Ersatz.

Eine schöne, ordentliche Auswahl an getrocknetem Fisch.

In den Kanistern sind lebendige Fische drin. Damit fährt er rum und verkauft sie z.B. an die Leute, die abends an der Straße eine kleine Garküche aufbauen.

Ein Obststand. Leider nicht bei uns in der Nähe.

Der Kokosnussmann war da. Manchmal lassen wir uns junge Kokosnüsse (voll mit Kokoswasser) liefern. Wenn man etwas indonesisch sprechen kann und die richtigen Telefonnummern kennt, kann man sich sowieso einiges nach Hause bringen lassen.

Mit dem Wechselkurs von 1 Euro zu 15600 indonesischen Rupiah und dadurch, dass der größte Schein weniger als 8 Euro wert ist, trägt man immer riesige Mengen an Geldscheinen durch die Gegend. Auf dem Foto müssten 13 Millionen Rupiah sein (keine alltägliche Menge).

So sieht das aus, wenn Claire shoppen war :-).

Recycling gibt es hier eigentlich nicht. Aber Plastikflaschen und -becher kann man sammeln und irgendwo soll man dann pro Kilogramm(!) ungefähr 12 Cent bekommen.

Das sind Einsiedlerkrebse, die zum Teil bemalte Schneckenhäuser haben. Wohl ein Mini-Haustier für Kinder.

Linktipps Indonesien (2)

Wie in Indonesien Wählerstimmen gekauft werden
Diesen Sommer sind in Indonesien Präsidentschaftswahlen. In diesem interessanten Artikel geht es darum, wie eigentlich alle Kandidaten mehr oder weniger direkt Stimmen kaufen. Unter anderem mit Geschenken wie T-Shirts, Kopftüchern, Gebetsmatten, Lebensmitteln oder auch direkt mit Umschlägen in denen Geld drin ist.
Viele Wähler haben den Eindruck, dass sie von der Politik bzw. Regierung sowieso nichts zu erwarten haben und so versuchen sie wenigstens aus ihrer Stimme Kapital zu schlagen.

Benimm dich wie ein Indonesier
Eine Kanadierin, die schon lange in Indonesien lebt, macht lustige Videos über die Eigenarten der Indonesier. Ich denke, selbst wenn man noch nicht in Indonesien war, dürfte das ganz lustig sein.
Sehr schön auch das Bild, dass die Indonesier von den Ausländern (Boule) haben: Wie man sich als Boule benimmt

Muslim organizations warn of ‘dark world’ of Valentine’s Day
Die extremen, religiösen Organisationen scheinen überall gleich zu sein. Hier geht’s um den schlimmen Brauch des Valentinstag, der – wie jeder weiß – zu ungezügeltem Betrinken, freien Sex und Drogenmissbrauch führt.