Wieder zurück in Bali

Seit den Sommerferien sind schon wieder einige Wochen vergangen und viel ist passiert. Deswegen mal ein paar Fotos.


Bin unter die Surfer gegangen :-).


So fahr ich dann zum Strand.


Sonnenaufgang auf dem Mount Batur Vulkan.


Das Kind von den Nachbarn kommt öfter mal zum Spielen bei uns vorbei. Vor kurzem hat sie damit angefangen unserer Bett zu machen.


Einmal hat sie auch beim Abwaschen mitgeholfen. Wir haben auch so viele aufregende Dinge in unserem Haus.


Der Bananenbaum vorher.


Die Bananenernte :-). Die Staude wiegt ca. 20 kg. Leider sind sie noch nicht ganz reif aber ich musste sie ernten, da der Baumstamm unter der Last zerbrochen ist.


Wir wissen schon gar nicht mehr, was wir mit den ganzen Papayas anfangen sollen. Sieben Bäume haben wir davon.


Zitronengras frisch aus dem Garten.


Tauchen auf Nusa Lembongan. Gibt wirklich sehr schöne Korallen und viele tolle Fische zu sehen.


Glasklares Wasser.


Gab ordentliche Wellen an dem Wochenende.


Mein T-Shirt ist schon ganz schön von der Sonne ausgeblichen.


Schon erstaunlich was für riesige Drachen die Einheimischen steigen lassen.

Gesammelte Fotos zum Thema Einkaufen

Ich war mal bei einem kleinen Stand in der Nachbarschaft einkaufen. Das Resultat waren Eier, Öl, Reis, Nudeln und Salz.

Wechselgeld. Wenn sie keine Münzen haben, bekommt man manchmal Bonbons als Ersatz.

Eine schöne, ordentliche Auswahl an getrocknetem Fisch.

In den Kanistern sind lebendige Fische drin. Damit fährt er rum und verkauft sie z.B. an die Leute, die abends an der Straße eine kleine Garküche aufbauen.

Ein Obststand. Leider nicht bei uns in der Nähe.

Der Kokosnussmann war da. Manchmal lassen wir uns junge Kokosnüsse (voll mit Kokoswasser) liefern. Wenn man etwas indonesisch sprechen kann und die richtigen Telefonnummern kennt, kann man sich sowieso einiges nach Hause bringen lassen.

Mit dem Wechselkurs von 1 Euro zu 15600 indonesischen Rupiah und dadurch, dass der größte Schein weniger als 8 Euro wert ist, trägt man immer riesige Mengen an Geldscheinen durch die Gegend. Auf dem Foto müssten 13 Millionen Rupiah sein (keine alltägliche Menge).

So sieht das aus, wenn Claire shoppen war :-).

Recycling gibt es hier eigentlich nicht. Aber Plastikflaschen und -becher kann man sammeln und irgendwo soll man dann pro Kilogramm(!) ungefähr 12 Cent bekommen.

Das sind Einsiedlerkrebse, die zum Teil bemalte Schneckenhäuser haben. Wohl ein Mini-Haustier für Kinder.

Der tropische Garten unseres neuen Hauses

Unser neues Haus hat natürlich auch so seine Probleme. Die Wasserpumpe ist schon mehrmals ausgefallen, es gibt Stellen, wo ein bisschen Wasser reinkommt und dadurch auch ein paar Wasserflecken an den Wänden. Aber es ist viel weniger schlimm und viel leichter zu reparieren, so dass uns das nicht so viel ausmacht.

Besonders schön an unserem neuen Haus ist der tropische Garten. Unsere Vormieter haben sich da sehr viel Mühe gegeben und schon ordentlich was gepflanzt. Wir haben auch ein paar Pflanzen mitgebracht und so gibt es einiges, was wir frisch aus dem Garten ernten können.

Einer unserer Papayabäume. In ein bis zwei Monaten, werden bestimmt 20 auf einmal reif.

Süßkartoffelpflanzen, deren Blätter auch eßbar sind (bisschen wie Spinat).

Zitronengras. Vor ein paar Monaten war das noch ein einziger Stengel in einem Wasserglas.

Ingwer. Ich weiss nur noch nicht, wie man das ernten soll ohne dabei die Pflanze kaputt zu machen.

Aloe Vera.

Chili.
Das größte Problem mit dem Garten sind die Hühner von den Nachbarn, die alles kaputt machen und sogar die Chilis essen!

Und das ist Ananas. Einfach was man oben abschneidet in die Erde gesteckt und es wächst eine Ananaspflanze. Aber sie wächst unglaublich langsam.

Eine Kurkumapflanze. Deren Wurzeln kann man ähnlich wie Ingwer in manchen Gerichten oder Tees verwenden.

Zusätzlich gibt es noch einen Schlangenfruchtstrauch, ein Rosenapfelbaum, zwei Bananenbäume, Basilikum, Minze und noch ein paar noch komischere Früchte. Und direkt neben uns gibt es einen Mangobaum, eine Kokospalme, einen Kakaobaum und Zuckerrohr.

Die unendliche Geschichte von Problemen mit unserem alten Haus

Wir hatten sehr viele Probleme in unserem alten Haus. Jede Woche ist eigentlich was neues passiert. Wir haben irgendwann eine Liste mit den Problemen aufgestellt und sind auf 19 Stück gekommen. Und das waren nur die, für die der Vermieter was konnte bzw. durch die Bauweise des Hauses bedingt waren – die vielen Schädlinge oder wenn ich mal Mist gemacht habe, haben wir gar nicht mitgezählt. Dafür, dass wir nur 5 Monate dort gewohnt haben, waren das schon ganz schön viele. Manche davon wurden innerhalb von wenigen Tagen behoben, andere existierten noch bei unserem Auszug, z.B. der meterlange Riss in der Rückwand durch den die Sonne reinschien.

Außerdem wurde das Haus komplett überschwemmt, als der Abwasserkanal hinterm Haus bei einem besonders starken Regen übergelaufen ist, die Wasserpumpe ist ausgefallen, beide Klospülungen sind kaputt gegangen, eine der Toiletten war undicht, Regen kam durch das Dach und ein Fenster hinein, diverse Stellen mit Schimmel oder Ausblühungen, zu niedriger Wasserdruck, ein kaputter Wasserhahn und so weiter und so fort. Man kann sagen, dass wir Pech mit dem Haus und den Vermietern hatten.

Das ist unser Badezimmer nach 4 Wochen Winterurlaub. Zwei Wände und Teile der Decke waren voll mit Wasserflecken und Schimmel. Irgendwie wurde vergessen die Wand von außen mit wasserfester Farbe zu streichen.

Das sind die – in diesem Haus – normalen Wasserflecken und Absprengungen der Farbe im unteren Bereich der meisten Wände. Die Feuchtigkeit kommt vom Fundament in die Wände, da nicht abgedichtet wurde.

Der Schimmel auf meinem schwarzen(!) Ledergürtel nach dem Winterurlaub.

Der Gürtel war wirklich extrem. Die meisten Sachen hatten solch eine weiße Schimmelschicht. In der ersten Woche nach der Rückkehr bin ich jeden Tag mit einem großen Müllsack zur Wäscherei gefahren um so nach und nach unsere gesamte Kleidung zu reinigen.

Das ist unserer Vordach aus Bambus- oder Palmenblättern. An manchen Stellen ist das Dach aber nicht steil genug, so dass das Regenwasser nicht abläuft und es anfängt zu Schimmeln.

Auch normal. An vielen Außenwänden bilden sich grüne Moose oder vielleicht auch Schimmel.

Eine Spezialität des Hauses sind die Salzausblühungen, die aus den Fugen wachsen.

Wir haben erst immer wieder Holzspäne auf dem Boden gefunden und irgendwann beobachtet wie diese Monster-Wespen ungefähr 1 cm große Löcher in die Dachbalken gefressen haben. Dieses Problem ist auch ein gutes Beispiel wie toll das mit unseren Vermietern funktioniert hat. Wir haben sie deswegen über Monate gefragt und erinnert, da wir uns ein wenig Sorgen um das Haus gemacht haben. Auf Dauer kann das ja nicht gut sein. Und wir haben alle ihre Tipps ausprobiert, wie Insektengift in die Löcher zu sprühen oder sie mit Holzleim zu verschliessen. Wir haben ca. 15 solcher Löcher zugemacht aber es gab natürlich sofort wieder Neue. Das einzige, was wirklich geholfen hätte, nämlich die Balken mit einem Gift zu streichen, wurde nie durchgeführt, da der Handwerker nicht gekommen ist und die Vermieter es immer vergessen haben. Und wir hätten sogar für das Gift bezahlt (Das ist teurer als der Handwerker. Für unseren guten Handwerker haben wir ca. 6 Euro pro Tag bezahlt. Der vom Vermieter war wohl sehr günstig, also wahrscheinlich 4 Euro pro Tag).

An der Türklinke von der Kammer ist sogar der Lack abgeplatzt (und das Haus ist höchstens 2 Jahre alt).

Nachdem wir umgezogen sind haben wir das Haus auf eigene Kosten und mit einem selbst beauftragtem Handwerker renovieren lassen. Danach sah es wieder total top aus. Wir haben uns sogar kurz gefragt, ob Umziehen wirklich nötig gewesen ist. Aber vermutlich sieht es mittlerweile wieder genauso aus, da die Ursachen für die Probleme ja nicht behoben worden sind.

Ich hab zwar schon einige Dinge im Haus selbst gemacht aber wirklich erfahren bin ich in dem Bereich auch nicht und so habe ich die eine oder andere kleine Katastrophe erst verursacht. Irgendwann war überall der Wasserdruck sehr schlecht, da der Handwerker, als er den überlaufenden Wassertank repariert hat, es geschafft hat, dass viele kleine Plastikkrümel in den Tank und dann in die Wasserrohre kamen und so die Wasserhähne verstopft haben. Ich habe dann alle Hähne abgeschraubt und die Siebe gereinigt.
Man muss dazu wissen, dass es in dem Haus keinen Haupthahn git, den man absperren kann und als ich in der Küche den kompletten Hahn abschraubte, kam mir plötzlich überraschend viel Wasser entgegen. Im unmittelbaren Umkreis war sofort alles nass und es gelang mir nicht mehr den Wasserhahn wieder anzuschrauben.
Ich hatte dann die Idee die Sicherungen auszuschalten in der Hoffnung, dass dann die Wasserpumpe ausgehen würde aber es ging nur das Licht aus, da die Pumpe an einem anderen Stromkreis war und wir standen da im Dunkeln während das Wasser weiter aus der Wand rauschte.
Mit dem Hauptstromschalter für das Haus ging auch die Pumpe aus und mit einer Taschenlampe konnte ich den Hahn wieder anschrauben aber das war ein spaßiger Abend.

Der Verkehr auf Bali oder der alltägliche Wahnsinn

Es ist an der Zeit mal ein paar Worte über den Verkehr hier zu verlieren. Es gibt ja viele Dinge in Bali die anders sind, als man es von Deutschland oder anderen westlichen Ländern kennt. Das Essen, die Sprache, die Geschäfte, das Wetter, die Märkte, die Gesundheitsversorgung oder die Wohnungen. Bei vielen dieser Dinge kann man sich entscheiden, ob man lieber die einheimische Variante oder die Westliche will. Man kann sozusagen in einer westlichen Parallelgesellschaft existieren. Man lebt in einem teuren Haus mit westlichem Standard und geht immer nur in westliche Restaurants, Supermärkte und Krankenhäuser. Das ist durchaus möglich auf Bali. Wo man aber keine Wahl hat, ist der Verkehr. Es gibt keine extra Straßen nur für Touristen und Expats mit deutschen Verkehrsregeln und Sicherheitsstandards. Wer am Straßenverkehr teilnimmt, der macht also eine ganz authentische, balinesische Erfahrung. Und der Verkehr ist anders. Ganz anders.

Der alte Weg zur Arbeit und jeden Morgen Stau an dieser Kreuzung. Als Autofahrer muss man sehr vorsichtig fahren, da sich die Motorradfahrer links und rechts vorbei schlängeln um bis nach vorne zur Kreuzung zu kommen.

Zuallererst: die Straßen sind voll. Richtig voll. Zu warten, bis alles frei ist, so dass man in Ruhe wenden, abbiegen oder ein sonstiges Manöver durchführen kann, erfordert viel Geduld. Und es ist chaotisch. Waghalsige Überholmanöver sind allgegenwärtig oder viele Einheimische fahren von einer Ausfahrt ohne anzuhalten oder vorher nach links und rechts zu schauen auf die Straße – die anderen passen schon auf. Außerdem wird jeder Platz, Seitenstreifen und Bürgersteig zum Fahren genutzt, Straßenmarkierungen und teilweise auch Ampeln haben reinen Empfehlungscharakter. Am Verkehr teilzunehmen ist wahrscheinlich eine der größten Umstellungen, die ein Ausländer zu bewältigen hat. Manche trauen sich auch nach Jahren nicht selber zu fahren und benutzen immer Taxis oder haben einen eigenen Fahrer.

Auch uns fiel die Umstellung nicht leicht. Zumal zusätzlich zu dem balinesischem Verkehrschaos noch dazu kam, dass es Linksverkehr ist und wir beide zuvor nie Motorrad oder Roller gefahren sind. Ein paar Tage nach unserer Ankunft haben wir uns einen Roller gemietet und mussten uns dann an den Verkehr und das neue Fortbewegungsmittel gleichzeitig gewöhnen.
Wie kommt es, dass die Straßen so voll sind? Einer der Hauptgründe ist sicherlich, dass es fast nur Individualverkehr gibt. Öffentlicher Nahverkehr ist quasi nicht existent, es gibt keine Bahnen, irgendwo gibt es ein oder zwei Buslinien und in manchen Gegenden fahren Sammeltaxis (nicht wo wir wohnen). Außerdem scheint mir das Straßennetz viel weniger gut ausgebaut zu sein. Es gibt ein paar wenige, wichtige Verbindungen, von denen die meisten auch nur einspurig sind. Dazu kommt, dass die Bevölkerungsdichte in Denpasar, Balis Hauptstadt, deutlich größer ist als in Berlin.

Generell gibt es wenige Autofahrer, die allermeisten bewegen sich mit Rollern oder Motorrädern fort. Das heißt aber nicht, dass man nur wenige Autos sieht. Der Anteil der Autos ist nur sehr klein. Vielleicht 10% Autos und 90% Zweiräder. Jeden Tag gibt es lange Schlangen von Autos und auch Staus. Das Gewusel auf den Straßen ist durch die vielen Motorräder enorm.

Wir machen auch manchmal bei den etwas gewagteren Überholmanövern mit.

Man kann die Straßen hier in drei Arten unterscheiden: Große, mehrspurige Straßen in der Stadt, Landstraßen und Gänge.
Am meisten verbreitet sind die Landstraßen, die einspurig sind (pro Richtung) und normalerweise keine Bürgersteige haben, d. h. die Häuser oder Grundstücke gehen bis an die Straße. So was wie einen Seitenstreifen oder eine Spur zum Parken gibt es natürlich nicht. Dadurch, dass es links und rechts von der Straße nur ein kleines bisschen Platz gibt, sind die Spuren ständig blockiert oder verengt. Es gibt Fahrräder, Fußgänger, Jogger, Hunde, Verkäufer, die ihre kleinen Essensstände irgendwo hin rollen und parkende oder rangierende Autos auf der Straße. Außerdem auch gerne Sand- und Steinhaufen, die auf der Straße liegen, weil entweder der Laster nicht bis zur Baustelle fahren konnte oder kein Platz auf der Baustelle ist (die werden dann „gesichert“ mit einem Stöckchen und einem daran festgebundenen Fetzen Plastik).

Man muss also jederzeit genau beobachten, was sich weiter vorne abspielt um rechtzeitig bremsen zu können. Leider kann man sich nicht, wie in Deutschland, auf seine Spur konzentrieren und nur auf den Vordermann achten, nein, hier muss immer auch die Gegenspur und der Straßenrand im Auge behalten werden. Ungefähr die Hälfte der Motorradfahrer, die von der Seite auf die Straße auffahren halten es für völlig unnötig zu gucken, ob jemand kommt. Das Einzige wie man sie davon abhalten kann einfach auf die Straße zu fahren, ist wenn man rechtzeitig laut hupt, sonst bleibt einem nur übrig zu bremsen oder um sie herum zu fahren. Autofahrer, die von der Seite kommen, wählen meistens die Strategie ganz langsam immer weiter auf die Straße zu fahren bis niemand mehr um sie herum fahren kann. Gerne auch rückwärts. Aufpassen muss man auch beim Überholen von vermeintlich parkenden Autos. Da „Warten, bis es frei ist“ wenig erfolgversprechend ist, da es nie frei ist, kann es passieren, dass solche „parkenden“ Autos plötzlich vorwärts oder rückwärts losfahren.

Die Gegenspur sollte man aus zwei Gründen im Auge behalten. Zum Einen, wenn dort Hindernisse auf der Spur sind, weil dann die andere Spur zum Ausweichen benutzt und in Kauf genommen wird, dass der Gegenverkehr bremsen oder anhalten muss. Zum Anderen wegen Überholmanöver, bei denen quasi die Kooperation des Gegenverkehrs erforderlich ist. Die Straßen sind meist breit genug für zwei Autos oder zwei Motorräder und ein Auto. Das heißt, ein Auto kann einen langsamen Motorradfahrer überholen, während auf der Gegenseite ein weiterer Motorradfahrer entgegen kommt. Das geht aber nur, wenn beide Motorradfahrer an der Seite fahren. Das Manöver wird aber auch angefangen, wenn der entgegenkommende Motorradfahrer im Moment noch in der Mitte fährt und es wird erwartet, dass dieser das mitbekommt und rechtzeitig Platz macht.
Das ist, nachdem wir uns daran gewöhnt haben, nicht soo schlimm und so schwer aber am Anfang, als wir das nicht erwartet haben, war es manchmal überraschend.

Die mehrspurigen Straßen in der Stadt haben meist zwei oder drei Spuren pro Fahrtrichtung und oft gibt es in der Mitte einen erhöhten Mittelstreifen. Auf diesen Straßen wird so richtig Gas gegeben. Und es fühlt sich ein bisschen wie eine Rennstrecke an, wenn Fahrzeuge an beiden Seiten vorbei sausen. Ich kann mich übrigens nicht daran erinnern, je ein Schild gesehen zu haben, das die Geschwindigkeit begrenzt. Neben den Motorrädern, die sehr schnell fahren, fliegen insbesondere die dicken Lastwagen, die lieber hupen als zu bremsen, an einem vorbei. Während in Deutschland im Allgemeinen die erste Reaktion auf ein potenzielles Hindernis Bremsen oder vom Gas gehen ist, wird in Bali instinktiv die Hupe betätigt.
Es gibt aber eine Sache, die wirklich fürchterlich ist und das ist das rechts abbiegen (beim Linksverkehr ist rechts abbiegen der Fall, bei dem man den Gegenverkehr kreuzt) auf so einer Straße. Man kann natürlich bis zur nächsten Ampel fahren, dort umdrehen und zurückfahren und dann links in die gewünschte Seitenstraße. Oft sind die Ampeln aber weit auseinander und man wartet lange. Um das einfacher zu machen, gibt es Unterbrechungen in dem Mittelstreifen, so Wendebuchten, wo man umdrehen kann. Diese Wendebuchten sind aber sehr schmal, was dazu führt, dass auf der Überholspur Fahrzeuge stehen, die darauf warten Wenden zu können. Während die Wendenden schon eine Spur blockieren, müssen sie versuchen in die Überholspur der Gegenrichtung einzubiegen. Wie bereits erwähnt ist „Warten, bis es frei wird“ quasi zwecklos und die Entgegenkommenden bremsen auch nicht, sondern fahren in einem Schlenker um das einbiegende Fahrzeug herum. Die Taktik, die die meisten anwenden ist ganz, ganz langsam immer weiter in die Spur einbiegen, bis niemand mehr darum herum fahren kann. Diese Wenderei führt dann dazu, dass viele Autos in der Mitte der zwei Spuren fahren, damit sie nicht ausweichen müssen.

An den Ampeln gibt es immer einen Countdown, der anzeigt, wann die Ampel wieder auf grün umschaltet. Wenn noch drei Sekunden angezeigt werden, fangen die ersten an zu hupen und meist fährt auch schon jemand los bevor die Ampel tatsächlich umgeschaltet hat. Da ich ja immer versuche mich den Landessitten anzupassen, nehme ich gerne mal an dem Hupkonzert teil. Es ist auch ein ganz lustiges Gefühl, wenn 40 Motorräder gleichzeitig Gas geben.

Ein Gang ist eine kleine, meist einspurige Straße, die zu den Häusern führt. In der Regel hat ein Gang keinen Straßenbelag mehr, sondern besteht aus Sand oder Schotter, voll mit Schlaglöchern und Miniatur-Flussbetten, in denen der Regen abfließt. Meistens ist ein Gang gerade noch befahrbar, wenn man langsam und vorsichtig fährt.

Die Mentalität, die man im Straßenverkehr beobachten kann, ist eine ganz andere als in Deutschland (und wahrscheinlich den meisten westlichen Ländern). In Deutschland ist die wichtigste Frage immer: halte ich mich an die Regeln vom Straßenverkehr. Und die Regeln sind dazu da, um maximale Sicherheit im Straßenverkehr herzustellen. Hier verschwendet niemand einen Gedanken an Sicherheit. Mir scheint, die einzige Frage, die hier zählt ist „Kann ich das schaffen?“ Kann ich mit dem Roller fahren, während meine Frau hinter mir rittlings mit einem Kind im Arm sitzt und zwischen meinen Beinen das zweite Kind steht? Ja? Na dann los! Kann ich mit einer Hand Roller fahren und mit der anderen mein Baby halten? Kann ich fahren, während mein Freund rückwärts sitzt und mit seinen Händen den großen Anhänger, der voll mit Surfboards beladen ist, zieht? Und wenn man sich nicht sicher ist, dann probiert man es einfach mal aus. Niemand fragt sich hier ist es sicher, was ich tue oder was passiert, wenn ich bremsen muss.

Das sollte man mal in Deutschland versuchen. Hier ist das vollkommen normal.

Sicherheitsabstand ist hier auch unbekannt. Es ist ja viel einfacher das Auto zu überholen, wenn man direkt hinter der Stoßstange fährt. Überhaupt gibt es auch ein anderes Gefühl für Raum oder Enge. Man fährt immer so weit vor, wie es geht, quetscht sich überall durch und hält möglichst nie an.
Generell herrscht im Verkehr ein grenzenloser Optimismus. Das gilt beim Beladen von Autos oder Motorrädern und bei den waghalsigen Überholmanövern. Ich habe schon Frauen gesehen, die während der Fahrt Dinge auf ihrem Kopf transportiert haben. Man sieht auch sehr viele, noch sehr junge Schulkinder, die mit dem Roller zur Schule fahren (teilweise zu dritt), was auch davon zeugt wie ländlich Canggu bzw. Bali eigentlich ist.
Es ist zwar vorgeschrieben auf einem Motorrad einen Helm zu tragen (die einzige Ausnahme sind zeremonielle Kopfbedeckungen) aber ungefähr die Hälfte oder ein Drittel der Indonesier fährt ohne Helm. Und so gut wie niemand schließt den Verschluss am Kinn.

Mittlerweile haben wir schon einige große Gegenstände mit dem Roller transportiert.

Leider geben viele Touristen oder Expats auch kein gutes Beispiel ab. Besonders Surfer sieht man immer wieder ohne Helm und nur in Badehose auf dem Roller. Es gibt sogar Mütter, die mit ihrem Kind oder Baby fahren und weder sie noch das Kind tragen einen Helm. Ein Helm ist natürlich unbequem und besonders bei den Temperaturen auch sehr warm aber die Westler sollten doch wissen, wie schnell ein Unfall passiert und wie schlimm die Folgen sind, wenn man keinen Helm trägt. In einem Artikel war mal die Rede davon, dass anscheinend die Touristen am Flughafen eine silly-pill schlucken und sich dann während ihres Aufenthalts total verantwortungslos benehmen.
Obwohl der Alkohol in Indonesien ziemlich teuer ist (für deutsche Verhältnisse), wird hier viel gefeiert und auch sonst gerne was getrunken. Aber nur wenige fahren danach mit dem Taxi nach hause oder bestimmen vorher jemand, der fährt und nichts trinkt. Zum Glück ist nachts auf den Straßen nicht mehr so viel los aber dennoch liest man immer wieder davon, dass ein Tourist tödlich im Straßenverkehr verletzt worden ist (und keinen Helm trug).

Die chaotische Fahrweise und die niedrigen Sicherheitsstandards spiegeln sich meines Erachtens auch in den Unfallstatistiken wieder. Auf Bali werden jedes Jahr 1500 Unfälle registriert, bei denen 550 Menschen ums Leben kommen. Für Indonesien sind es 109.000 Unfälle und 25.000 Tote. Um die Zahlen vergleichen zu können: in Berlin wurden im Jahre 2013 131.000 Unfälle registriert, wobei 14.000 Personen leicht verletzt und 37 ums Leben gekommen sind. Für Gesamtdeutschland sind es 2,4 Millionen Unfälle, davon 375.000 mit Personenschaden und 3657 Tote (von 2010). Diese Zahlen legen nahe, dass in Indonesien Unfälle nur gemeldet werden, wenn jemand ernsthaft verletzt oder ein Fahrzeug stark beschädigt wurde. Dagegen sind in Berlin 90% der Unfälle nur Blechschäden.

Wirklich erstaunlich an diesen Zahlen ist, wie oft Unfälle in Indonesien tödlich ausgehen. Jeder vierte, registrierte Unfall in Indonesien endet tödlich. Auf Bali sogar jeder dritte. In Deutschland dagegen enden weniger als ein Prozent der Unfälle, bei denen jemand verletzt wird, tödlich. In Berlin sind es sogar noch viel weniger (0,3%).
Manchmal bin ich überrascht, dass nicht viel mehr passiert, so verrückt, wie es hier auf den Straßen zugeht.

Aber es könnte auch viel schlimmer sein. Immerhin fährt niemand auf dem Dach von einem Minibus mit, so wie in Kambodscha :-).

Kambodscha. Im Überlandbus nach Phnom Penh

Wochenendausflug nach Nusa Lembongan

Vergangenes Wochenende haben wir einen Kurztrip zu einer zu Bali gehörenden, kleinen Insel, Nusa Lembongan, unternommen. Wir sind am Freitag direkt nach der Schule mit ein paar Kollegen von Claire aufgebrochen. Im Minibus bis nach Sanur und von dort mit dem Fastboat übergesetzt. Das Fastboat hat seinen Namen auch wirklich verdient, denn man brettert mit 60 km pro Stunde über’s Wasser, fliegt quasi von Welle zu Welle. Es ist erstaunlich, dass das Boot von dem harten Aufschlagen auf’s Wasser nicht auseinanderbricht.

Tagsüber haben wir die Insel erkundet und Orte mit tollen Namen wie Blue Lagoon, Dream Beach, Secret Beach oder Sandy Bay besucht.
Das ist Secret Beach, wo es ein Resort gab, was komplett leer war und wir so den Strand ganz für uns alleine hatten.

Durch die Nähe zu Bali bekommt Lembongan recht viele Touristen ab, besonders Taucher, da es schöne Riffe gibt und hat deshalb viele und auch sehr gute Unterkünfte. Unser Hotel war wirklich guter Standard.

Ein Großteil der Einheimischen lebt aber immer noch vom Anbau von Seegras. Das reicht wahrscheinlich gerade so für den Lebensunterhalt und dementsprechend schlimm sehen auch die Hütten aus, in denen sie leben.

Ganz interessant auf Lembongan war, dass die Hotels und die Hütten direkt nebeneinander stehen. Das war ein starker Kontrast. Ich vermute, dass auch große Teile von Indonesien ähnlich ärmlich aussehen.

Rätselhaft ist mir immer noch das Verhältnis der Indonesier zum Müll. Es ist überall total vermüllt. Ihr Haus und ihren Hauseingang halten sie sauber aber alles andere ist egal. Oder nicht ihre Verantwortlichkeit? Oder es ist gar kein Problem für sie? Vielleicht unterscheiden sie auch gar nicht zwischen natürlichen und nicht-natürlichen Abfällen, wie Plastik oder Metall, die nicht verrotten. Oder sie haben andere Probleme als Ordnung und Sauberkeit.

Dream Beach.

Nochmal Secret Beach.

Sandy Bay.

Mangrovenwälder gab es auch.

Der Strand von Mangrove Point.

Auf Nusa Lembongan gab es die schlimmsten und kaputtesten Straßen, die ich in Indonesien bisher gesehen habe. Es gab soviele Schlaglöcher und der Asphalt fehlte teilweise komplett, so dass man über die ziemlich großen Steinbrocken fahren musste. Das war ganz schön abenteuerlich. Dazu kam noch, dass der Roller, den wir gemietet hatten eine alte Klapperkiste war.

Die Brücke war aber ganz lustig.

Claire wollte natürlich an allen Tempeln anhalten ;-).

Seegras-Setzlinge werden an Seile gebunden und dann in flachem Wasser zum Wachsen ausgelegt.

Seegrasbauern auf dem Weg zu ihren Feldern. Da das Wasser flach ist, verwenden die Bauern keine Ruder oder Segel, sondern Bambusstangen zur Fortbewegung.

Zum Trocknen ausgelegtes Seegras. Das hier angebaute Seegras wird wohl in erster Linie für Kosmetikprodukte verwendet.

Bei Flut liegen die Boote alle unbenutzt im Wasser.

Ein bisschen Farbe habe ich bekommen :-).

Ganz idyllisch. Eine Hütte inmitten der Palmen.

Jetzt kommen noch ein paar Bilder von den tollen Klippen bei Sandy Bay.

Nach dem anstrengenden Ausflug zu den Klippen musste ich mich erstmal etwas entspannen.

Aufenthalt in Sanur

Es ist schon ein kleines bisschen her, da nahm Claire an einer Konferenz in Sanur teil. Um ihr morgens und abends die lange Fahrt durch Denpasar zu ersparen, haben wir uns für die Dauer der Konferenz ein Zimmer in Sanur genommen. Sanur ist eine kleine Stadt an einem langen, weissen Strand, der durch ein vorgelagertes Riff gut vor Wellen geschützt ist. Dadurch eignet er sich weniger zum Surfen aber dafür umso besser zum Baden. Man merkt Sanur sofort an, dass es schon seit längerer Zeit (einige Jahrzehnte vielleicht) vom Tourismus erschlossen ist. Es gibt sehr viele Hotels, Restaurants, Reise- und Tourveranstalter und die ganze Palette an Wassersportarten ist vorhanden. Außerdem merkt man, wie die Einheimischen, die viel mit Touristen zu tun haben, vom Tourismus verändert wurden.

Die Budgetunterkünfte in Sanur kosteten zwischen 25 und 35$ pro Nacht. Die Zimmer, die man dafür angeboten bekommt, sind aber nur schwer zu ertragen. Unser Zimmer kostete dann 30$, mit AirCon aber ohne Frühstück. Es lag direkt am Strand und hatte einen tollen Blick auf das Meer und ich dachte etwas Gutes gefunden zu haben. Aber schon nach der ersten Nacht war klar, dass es ein Griff ins Klo war und am Ende überlegte ich, ob es das schlimmste Zimmer war, das ich bis dato hatte.
Die Matratzen waren dünne Schaumstoffdinger, durch die man die Bretter darunter spüren konnte, eins der Kissen schien mit Sand gefüllt zu sein, es gab zwei Kakerlaken (nicht besonders ungewöhnlich und tragisch). Viel schlimmer war, dass sich unser Zimmer über der Küche befand und es ständig nach frittiertem Fisch und altem Öl roch. Am zweiten Tag wurden wir dann bestohlen. Vermutlich vom Zimmerservice. Zum Glück nichts wertvolles, sondern nur eine Packung Kekse. Aber danach fühlten wir uns dann überhaupt nicht mehr wohl dort. Wahrscheinlich war es sogar ein Glück, dass wir kein Frühstück dort hatten und auch nie in dem Restaurant gegessen haben. Es gab noch ein paar Kleinigkeiten mehr – ich war wirklich froh, als wir am Tag darauf endlich ausgecheckt hatten.

Die Gazebos am Strand sehen schön aus und sind auch sehr praktisch. Der Grund, warum diese Mole mit dem Gazebo (und viele weitere) gebaut wurde, ist aber weniger schön. Die Landebahn des Flughafens von Bali wurde ein ganzes Stück rein ins Meer gebaut, damit sie eine ausreichende Länge hat. Dafür wurden Korallen aus dem Riff von Sanur genommen. Wenig später stellte man fest, dass in Sanur der Sand weggespült wird und der Strand immer kleiner wird. Daraufhin hat man dann die Molen gebaut, so dass der Sand dableibt.

Eines der traditionellen Auslegerboote mit einem Segel. Es ist wirklich bemerkenswert, mit welch einfachen Mitteln der Mast und das Segel konstruiert sind. Es gibt nur ganz wenig Holzteile und wenige Seile. Die Segeleigenschaften von diesen Booten scheinen zwar nicht besonders gut zu sein aber es ist erstaunlich, wie einfach diese Boote gebaut sind. Vor allem wenn man es mit einem modernen, westlichen Segelboot vergleicht, dessen Konstruktion soviel komplizierter und auch teurer ist.

Selbst so kleine Ruderboote haben hier einen Ausleger.

Abends kam ein Fischerboot auf den Strand gefahren, an dem viele Einheimische gebadet haben und der Fisch wurde direkt vom Boot aus verkauft.

Ein paar Fotos (2)

Feierabendspaziergang am Strand.

Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen auf Reisen ist, Leute zu finden, die ungewöhnliche Jobs ausüben. Dieses Bild habe ich im Imbissbereich eines Einkaufzentrums aufgenommen. Die Tätigkeit des Mannes mit dem gelb-blauen Hemd ist es, Kinder, die auf diesen Kuscheltieren sitzen, die fürchterlich laute Musik von sich geben, ein paar Runden durch die Gegend zu schieben.


Die älteste Vespa, die ich je gesehen habe. Mit zwei Ersatzreifen.


Eines der Lieblingshobbies der Balinesen ist es Drachen steigen zu lassen. Die Drachen sind oft sehr groß und kunstvoll, die man auch gar nicht mehr alleine bedienen kann. Die meisten fliegen weit oben über mehrere Stunden am Himmel und machen dabei Knattergeräusche. Angeblich wid über das Drachensteigen auch um das Ansehen der verschiedenen Nachbarschaften und Gemeinden gekämpft. Dafür geht aber niemand auf ein Feld oder eine andere freie Fläche. Nein, man lässt den Drachen direkt vor seinem Haus, auf der Straße oder wo man sonst gerade Lust hat steigen. Das führt dann regelmässig dazu, dass man einen abgestürzten Drachen auf dem Dach oder im Garten hat. Hier ist mal ein besonders Großer neben dem Pool runtergekommen.


Die Tierwelt, die man in unserem Haus und Garten beobachten kann ist ziemlich bemerkenswert. Insbesondere die Insekten sind viel größer als in Deutschland. Das ist eine Gottesanbeterin in unserem Garten, die ungefähr 8 cm groß ist.


Wenn man sich die Stromleitungen hier ansieht, ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass es regelmässig Stromausfälle gibt. Mir wird immer ganz anders, wenn ich jemand sehe, der sich an den Stromleitungen zu schaffen macht. Es ist hier auch kein Anlass zur Sorge, wenn die Leitungen knistern und summen. Einfach weitergehen und nicht hinhören.


Das ist der Weg, der von der Straße zu unserem Haus führt. Links, wo die Fenster sind, da sind drei Einzimmerwohnungen. Ich vermute, dass die Bewohner eine Toilette und eine kleine Ecke zum Kochen haben aber ich hab sie auch schon öfter vor ihrem Haus beim sich Waschen oder Geschirr abspülen gesehen. Ein paar arbeiten anscheinend in dem Eisenwarenladen nebenan (rechts) und eine Familie betreibt einen kleinen Straßenstand, wo wir auch schon ein paarmal Nasi Goreng, also gebratenen Reis, gegessen haben.


Das mit der Müllverbrennung die überall und jederzeit passiert ist wirklich etwas nervig. Da sie immer Sachen verbrennen die man nicht verbrennen sollte oder die nicht trocken sind qualmt es auch immer ganz fürchterlich. Fast jeden Tag muss man durch Rauchschwaden durchlaufen oder -fahren und wenn man mal richtig Pech hat, zieht es ins Haus oder ins Hotel.


Nochmal Strand. Mit komischen Pflanzen im Vordergrund.

Ein paar Fotos (1)

Da ich mit den nächsten Texten noch etwas brauche, gibt es Zwischendurch einfach ein paar Bilder, die sich mit der Zeit angesammelt haben.


Das muss der erste Tag nach unserer Ankunft gewesen sein und wir sind das erste Mal am Strand.


Im Süden Balis wird eigentlich überall Reis angebaut. Aber die Gegend ist sehr begehrt. Die Bauern können viel Geld damit verdienen, wenn sie ihr Land verkaufen und so wird ein Reisfeld nach dem anderen zugebaut. Wer heute noch von seinem Fenster auf die Reisfelder blickt, der kann schon morgen eine Hauswand vor dem Fenster haben. Baugenehmigungen braucht man entweder gar nicht oder niemand holt sie ein.


Canggu Beach steht hoch im Kurs bei den Surfern (auch wenn hier mal keine zu sehen sind).


Kurz vor 18 Uhr wird am Strand schon eingepackt, da gleich die Sonne untergeht.


Ein paar Muscheln und Schnecken vom Strand. Als ich anfing danach zu suchen, hab ich zwar erwartet Exotische zu finden aber nicht, dass Größere darunter sein werden.


Und so war ich etwas überrascht diese ganzen großen Muscheln und Schnecken an einem sehr belebten Strand zu finden.


Der Strand von Kuta (etwas weiter südlich) hat schöneren Sand als der in Canggu, dafür ist er aber auch vollkommen überlaufen mit Touristen und Verkäufern. Bali ist gewissermassen das Mallorca für Australier und Kuta der Ballermann.


Abends, nachdem die Sonne untergegangen ist und die Temperatur etwas angenehmer geworden ist, werden die Balinesen nochmal aktiv. Die (Super)Märkte sind voll und überall wird gegrillt, gekocht und gegessen. Mir ist noch etwas unklar wie wohl der Schlaf-Wach-Rhythmus der meisten Einheimischen aussieht. Es scheint, als würden sie total früh aufstehen und sehr lange wachbleiben.