Linktipps Indonesien und Singapur

Eine kurze Dokumentation über Hausmädchen in Singapur.
Besonders treffend finde ich folgenden Teil eines Interviews mit einer Frau die in einer Hausmädchen-Vermittlung arbeitet:

Interviewer: In a country, where law-abidingness is such a virtue as in Singapore, not having a law for a system that is so essentially part of the whole lifestyle, is very … strange.

Agency worker: Yes, because „domestic helper“ is not covered … in our labour law.

Why Indonesia is the best
Sacha hat ein neues Video über die Vorteile als Ausländer in Indonesien gemacht. Es ist überraschend wie einfach man ihren Respekt gewinnen kann :-).
Und auch das mit den niedrigen Erwartungen stimmt – irgendwann ist man so weit, dass man sich freut, wenn irgendwann jemand kommt und das Problem löst egal auf welche Weise.

Shit Kiasu Singaporeans Say
Kiasu bedeutet soviel wie die Angst davor etwas zu verpassen. In Singapur ist das vor allem die Jagd nach Rabatten und Sonderangeboten. Wenn man was umsonst bekommen kann, dann ist das natürlich noch besser.

Indomart cooking
Noch ein Video von Sacha. Bisschen länger und teilweise nur in indonesisch aber total komisch für alle, die mal dort gelebt haben. In den Mini-Märkten wie dem Indomart gibt es nichts brauchbares um zu Kochen. In dem Video veranstalten sie einen Kochwettbewerb fast ausschliesslich mit Zutaten vom Indomart. Am Ende muss ihr Gärtner oder Hausmeister es essen und bewerten :-).

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Wenn ich gewusst hätte, wie einfach das ist Müsli zu machen

In einem Land wie Singapur, in dem Müsli ein halbes Vermögen kostet, zögere ich immer die nächste Packung zu kaufen. Als ich durch Zufall an einem Rezept für Müsli vorbei kam, da dachte ich erst, dass das etwas günstiger sein könnte. Das stimmt vielleicht nicht aber dafür schmeckt selbstgemachtes Müsli viel besser. Vor allem ist es unglaublich knusprig.

Außerdem hat es den Vorteil, dass man selbst bestimmen kann was drin ist. Und es ist total einfach: alle Zutaten mit etwas Öl und Ahornsirup in eine Schüssel geben und dann im Backofen backen.

Auch sehr einfach und sehr lecker ist Sirup für Zitronenlimonade herzustellen. Dadurch, dass man Zitronensäure dazu gibt und die Zitronenschalen kocht, ist das Rezept auch sehr ergiebig. Aus 8 Zitronen habe ich 6 Gläser mit Sirup bekommen.

Der erste Eindruck von Singapur

Seit fast vier Wochen sind wir jetzt in Singapur. In der Zeit haben wir eine Wohnung gefunden und sind wenige Tage später dort eingezogen. Da die Wohnung unmöbliert ist, waren die ersten Tage etwas spartanisch. Hauptsächlich dank IKEA haben wir jetzt aber das Wichtigste zusammen. In der Zwischenzeit ist auch der Container mit unseren Sachen angekommen. Was nun noch fehlt ist WLAN zu hause und eine Arbeit für mich. Das 2-Tage Interview bei Quantcast habe ich leider nicht bestanden. So schreibe ich weiter Bewerbungen. Internet über das Telefon funktioniert in Singapur sehr gut, ist nur etwas teuer auf Dauer. Gestern wurde ein Glasfaserkabel in die Wohnung gelegt und in ein paar Tagen haben wir dann 1000 MBit/s! Um das voll nutzen zu können müsste ich eigentlich einen neuen Router kaufen.

Wir haben einen Backofen! Und die erste Tiefkühlpizza seit 2 Jahren. Hat auch nur Euro 6,50 gekostet :-). Das war noch bevor wir Besteck und Teller hatten :-).

Nebenbei haben wir schon ein bisschen Singapur erkundet. Wir waren Tanzen (Claire hat auch mit einem Tanzkurs angefangen) und im Dunkelrestaurant (ganz lustig), ich war Klettern und bei einem Comedy Event. Am Schwierigsten gestaltet sich bisher die Suche nach einem Fahrrad. Es gibt fast ausschließlich Mountainbikes, Rennräder oder Klappräder. Normale Straßenräder sind extrem selten. Die meisten sind auch viel zu klein für mich. In den Fahrradläden gibt es nur ein oder zwei Alibi-Räder, die mit Licht, Schutzblechen, Fahrradständer und Gepäckträger ausgestattet sind.

Der Tag an dem die 35 Kisten von uns und Claires Freundin angekommen sind.

Nimm was warmes mit, wir sitzen drinnen

Dem Wetterbericht nach ist es in Singapur genauso warm wie auf Bali. Aber da hier soviel klimatisiert ist, fühlt es sich oft kälter an und manchmal frieren wir. Anfangs, als wir im Hotel gewohnt haben, konnte man die Klimaanlage gar nicht vollständig abschalten und so trug ich oft lange Hose und Pulli. Im Hotelflur oder dem Restaurant war es wie im Kühlschrank. Umso größer war dann der Schock, wenn man nach draußen in die Hitze ging.
Wenn man irgendwo hingeht, sollte man auch voraus denken. Für die U-Bahn, Malls oder Restaurants ist es gut einen Pulli oder dünnes Hemd dabei zu haben.
Genauso sollte man immer darauf vorbereitet sein, dass es anfängt zu regnen. Es passiert oft, dass es plötzlich anfängt wie aus Eimern zu regnen. Wenn man da keinen Regenschirm oder eine Regenjacke dabei hat, bleibt nur sich unter zu stellen und zu warten bis es wieder aufhört. Wahrscheinlich sollte man einfach immer einen Regenschirm mitnehmen, der schützt nämlich auch vor der brennenden Sonne.

Mobilität

Generell ist der öffentliche Nahverkehr sehr praktisch. Es gibt mehrere U-Bahnlinien und sehr viele Buslinien, die hilfreicher und oft schneller sind, als ich erst dachte. Aber insgesamt fühlt es sich nicht so mobil an. Die 500 m zum Bus oder der eine Kilometer zur U-Bahn Station fühlen sich bei der Hitze sehr weit an. Durch die vielen Hochhäuser gibt es viele große, unübersichtliche Anlagen und Straßen, wo man als Fußgänger viel herumlaufen muss. Die Stadt scheint auch mehr für Autofahrer ausgelegt zu sein. An der Stelle von Ampeln gibt es oft Fußgängerbrücken, die total nervig sind. Zumindest gefühlt wird dadurch das Überqueren der Straße um ein Vielfaches weiter. Auf vielen Mittelstreifen stehen auch Zäune, die verhindern, dass man direkt über die Straße läuft. Es fühlt sich richtig befreiend an, wenn es dann doch mal eine Straße gibt, die man direkt überqueren kann.

Die Autofahrer gehen mir jetzt schon wegen ihres rücksichtslosen Verhaltens gegenüber Fußgängern auf die Nerven. Sie scheinen alle zu denken, dass ihnen die Straße alleine gehört, weil sie soviel Steuern für die Autos bezahlen (Die verschiedenen Steuern sind ein bisschen kompliziert. Beim Autokauf kommen einige Gebühren hinzu, z. B. der Erwerb einer 10 Jahre gültigen Erlaubnis um die Straßen benutzen zu dürfen. Wenn ich das richtig verstehe, kommt ein VW Golf A7 dadurch auf 90.000 Euro und da sind die jährliche Kfz-Steuer und die Versicherung noch nicht enthalten). Vielleicht haben hier Fußgänger auch nie Vorfahrt außer an Zebrastreifen.
Fahrradfahrern soll es auf der Straße nicht viel besser gehen. Bin schon mal gespannt. In der Straßenverkehrsordnung von Singapur sind lustige Handzeichen für Radfahrer vorgeschrieben um „Langsamer werden“ oder Anhalten anzuzeigen.

Nonya Laksa, Eco Bee Hon, Mee Siam, Hokkien Mee, Roti Prata, Steamboat – was soll das alles sein?

Was das Essen betrifft, hatte ich im Vorfeld immer gehört, dass Singapur ein Paradies für Feinschmecker sein soll und man so günstig und lecker in den Foodcourts essen könnte. Daher hat es mich anfangs etwas überrascht, als ich in den Foodcourts gegessen habe und das Essen sehr enttäuschend war.
Mittlerweile würde ich sagen, dass die Bandbreite beim Preis und der Qualität sehr groß ist. Die Foodcourts sind mit 2 – 6 Euro für ein Gericht wirklich sehr günstig aber es ist wie Kantinenessen: Bestenfalls ganz gut. Auch bei den Restaurants (6 – 30 Euro) gibt es viele nicht so gute und man ist gut beraten vorher die Bewertungen zu lesen oder nicht zu viel zu erwarten (Wie bei dem Gourmet-Burger, der seinen Namen überhaupt nicht verdient hat).
Es ist aber toll, wie groß die Auswahl an Restaurants aus den unterschiedlichsten Ländern ist. In unserer Gegend gibt es Indisch, Koreanisches BBQ, Chinesisch, Malaysisch, Thailändisch, Vietnamesisch, Japanisch … und soviele Gerichte, die ich noch nie gesehen habe.

Extrem leckere Dim Sum.

I no undastand-lah!

Obwohl in Singapur Englisch eine der Amtssprachen ist und alle Englisch können, hört man auf der Straße vor allem Mandarin, Hindi oder Malay.
Genau genommen sprechen viele auch kein Hochenglisch, sondern Singlisch, was für Singapur-Englisch steht. Das ist ein wilder Mix aus Englisch und den anderen Sprachen. Wir beide hatten schon Telefongespräche auf „Englisch“, wo wir am Ende keine Ahnung hatten, was derjenige eigentlich wollte.

Viele Schilder sind viersprachig.

Wohnen in Singapur: HDB oder Condo?

Wenn man eine Wohnung, sucht gibt es im wesentlichen zwei Optionen: HDBs und Condos.
HDBs (Housing and Development Board): sind staatlich subventionierte Hochhäuser, die etwas an Plattenbauten erinnern. Die Mieten sind günstig aber dafür sind die Wohnungen komisch geschnitten und einfach ausgestattet. Im Katong-Bezirk – wo wir wohnen – kostet eine 70 qm HDB Wohnung zwischen 700 und 1000 Euro monatlich.

Eine HDB-Anlage.

Condominium bedeutet eigentlich Eigentumswohnung bezeichnet aber neue, sehr moderne und gut ausgestattete (Hoch)Häuser. Da Condos so viel kosten, sind die Wohnungen oft sehr klein. Zur Ausstattung gehören typischerweise ein Pool, Whirpool, mehrere fest installierte Grills, ein Fitnessraum und Sicherheitspersonal. Zum Teil auch Spiel- oder Tennisplätze und Saunas, falls einem Singapur nicht heiß und feucht genug ist. 50 qm in einem Condo kosten meist 1600 Euro pro Monat und mehr.

Eine Freundin von Claire wohnt in den Bedok Residences. Die Wohnanlage ist auf einer Mall gebaut, die sich wiederum auf einer U-Bahn Station befindet. Mit der dazu gehörenden Pool- und Gartenlandschaft sieht es mehr wie eine Hotelanlage aus.

Wir wohnen in einem kleinen, recht günstigen Condo, das lediglich mit einem Pool ausgestattet it. Obwohl es nur 55 qm sind, kommt es mir – verglichen mit den anderen besichtigten Wohnungen – recht geräumig vor. Durch das weniger an Luxus und guter Lage bezahlen wir 660(!) Euro weniger im Monat als Claires Freundin.
Mit einem 2008er Baujahr ist unser Haus schon ziemlich alt. Außen ist es auch gar nicht mehr gelb gestrichen, wie es auf dem Foto zu sehen ist. Wir haben eine Wohnung in einem Condo von 1994 gesehen, wo es eine Bekanntmachung gab, dass der Condo verkauft worden ist. Der Makler erklärte uns dann, dass das bedeutet, dass in Kürze alle Mietverträge aufgelöst werden und das Haus abgerissen wird um ein neues zu bauen.

Ein paar Bilder von unserer Wohnung.

Generell habe ich den Eindruck, dass es in Singapur einerseits viele sehr wohlhabende Einwohner gibt und andererseits viele sehr einfach lebende. Der resultierende Unterschied im Lebensstandard scheint mir viel ausgeprägter zu sein als in Deutschland.
Die Wohlhabenden leben in modernen Luxusapartments mit noch viel höheren Mieten, fahren teure Autos und die ganzen Abgaben darauf, schicken ihre Kinder auf Privatschulen (Größenordnung von 1500 Euro pro Monat pro Kind), haben in der Wohnung lebende Haushaltshilfen, besuchen Restaurants und Bars (10 Euro für ein Bier ist normal).
Von den Armen fallen am Stärksten die Rentner und die biligen Arbeitskräfte aus Indien und Pakistan auf, die die ganze körperliche Arbeit verrichten. Sie leben dicht aufeinander in den HDBs, essen in Foodcourts, fahren klapprige Fahrräder oder Bus und schicken ihre Kinder auf die öffentlichen Schulen.

Schnelles Internet & effiziente Verwaltung

Wie in vielen entwickelten asiatischen Ländern sieht man die Einheimischen ständig mit dem Telefon vor dem Gesicht. Auf dem Weg von der Wohnung zum Bus, beim Warten auf den Bus und im Bus. Da High-Speed Internet hier überall (wirklich überall) verfügbar ist, finde ich das auch verständlich. Es macht überhaupt keinen Unterschied mehr, ob man das WLAN zu hause benutzt oder LTE/4G unterwegs. Meist ist das WLAN von Restaurants sogar langsamer als LTE/4G.
Entsprechend viel wird auch online erledigt. Für alles gibt es eine App:
ein Taxi bestellen (und trotzdem bekommt man zur Rush-Hour keins), einen Fahrer mit Lieferwagen mieten, Busrouten nachschlagen, eine Wohnung finden, gebrauchte Sachen kaufen und verkaufen, Ärzte und Krankenhäuser zu finden, es gibt sogar eine App mit der man die Stadtverwaltung benachrichtigen kann, wenn irgendwo Müll auf der Straße herumliegt. Einfach ein Foto davon machen und zusammen mit dem Standort abschicken.

Schon das zweite Restaurant in dem auf jedem Tisch ein iPad mit der Speisekarte liegt. Ich fand es aber sehr umständlich zu benutzen auch wenn es ganz praktisch sein kann, wenn man zum Bestellen nicht auf die Bedienung warten muss.

Überhaupt macht die Verwaltung in Singapur bisher einen sehr effizienten Eindruck. Für ein Arbeitsvisum reicht man alle erforderlichen Dokumente online ein und innerhalb von zwei Wochen wird es bearbeitet. Ein paar Lehrer haben davon erzählt, dass sie bei ihrem Besuch des hiesigen Äquivalent der Ausländerbehörde vor dem vereinbarten Termin schon fertig waren. In Berlin ist man froh, wenn man eine Wartemarke ergattern kann, indem man sich mehrere Stunden vor den Öffnungszeiten anstellt.

Es gibt auch eine Webseite, bei der man sich über aktuell aufgetretene Dengue-Fälle in der Nachbarschaft informieren kann (und wie hoch das Risiko zur Zeit ist). Völlig unvorstellbar auf Bali.

Zu guter Letzt will ich noch mit einem Vorurteil über Singapur aufräumen und zwar, dass Singapur so sauber sein soll. Verglichen mit anderen Teilen Asiens ist es natürlich sauberer aber das ist nicht besonders überraschend. Meines Erachtens sieht es nicht viel anders als Berlin oder München aus. Im Unterschied zu Berlin gibt es hier keine Graffitis und die U-Bahnen sind neuer und sauberer. Ich hatte überlegt, ob ich Fotos von Müll auf den Straßen Singapurs sammeln soll aber es gibt soviel davon, dass das zu einfach wäre.

Müll auf der Straße! Und das in Singapur! :-)

Um die Ecke von uns. Restaurierte Kolonialbauten mit netten Läden und guten Restaurants.

Urlaub in Berlin 2015

Vier Wochen Urlaub in Berlin gehen heute zuende. Es war eine wunderschöne Zeit. Vier Wochen prall gefüllt mit Treffen mit Familie und Freunden. Es war schön soviele von euch wieder zu sehen, zusammen zu essen, sich zu unterhalten, tanzen zu gehen und all die anderen Dinge. Es war auch toll wieder in Berlin unterwegs zu sein und bekannte Orte wieder zu sehen und neue zu entdecken.
Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen nächstes Jahr!

Morgen fängt unser neues Abenteuer so richtig an. Gleich am Anfang stehen Wohnungssuche, Vorstellungsgespräche, Jobsuche, sich in der Stadt zurecht finden, Freunde finden und all die Probleme, von denen wir jetzt noch gar nichts wissen. Ich bin gespannt.

Mein alter Kiez am Südkreuz in Tempelhof.


Abendessen im Garten mit Brot und Bier und KÄSE :-).

Mehr deutsches Essen: Kassler, Sauerkraut und Kartoffeln.

Picknick auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof.

Schön mal wieder über die Landebahn zu fahren.

Kreatives Guerilla-Gardening auf dem Flughafen.

Tanzen an der Spree.

Seit langem mal wieder die Mauerparkkaraoke besucht. Gab wirklich viele gute Sänger und Sängerinnen.

Kultur auftanken in der Lesebühne. Damit das ganze nicht zu trocken ist, wird es mit Bier und Musik aufgelockert.

Gepflegt betrinken mit belgischen Bieren.

Noch mehr Open-Air Tanzen. Diesmal am Monbijou-Park.

Mehr deutsches Essen: Bratkartoffeln mit Würstchen und Senf :-).

Wieder zurück auf Bali

Nach einem langen Winterurlaub sind wir wieder zurück auf Bali. Diesmal gab es keine bösen Überraschungen wie beim letzten Mal.

Vier Wochen waren wir unterwegs und sind wieder viel herumgekommen. Angefangen haben wir in Bangkok und bereisten dann in einem großen Bogen Laos und Nordthailand. Anschliesslich Südthailand und weiter nach Malaysia.

Wir haben viele tolle Ausflüge gemacht, viele neue und leckere Sachen gegessen, viel rumgelaufen, haben viele unbequeme Stunden in Bussen verbracht, interessantes und seltsames gesehen, viel Toast mit Erdbeermarmelade zum Frühstück gegessen und unzählige Bewertungen gelesen.
Schön wars.

Hier sind schonmal die ersten Urlaubsfotos.







Phở Bò Suppe

Eins meiner Lieblingsgerichte ist Phở Bò. Das ist eine vietnamesische Suppe, die im Prinzip aus Rinderbrühe, Reisnudeln, Rindfleisch, Kräutern und etwas Gemüse besteht. Da ich bisher noch kein leckeres, vietnamesisches Essen auf Bali gefunden und ich Phở auch erst ein einziges Mal gekocht habe, habe ich mich nochmal an Phở rangewagt. Das, was an dem Gericht Arbeit macht und gleichzeitig entscheidend für den Geschmack ist, ist die Rinderbrühe. Da es aber kaum einen Unterschied macht, ob man einen kleinen oder einen großen Topf Brühe kocht, hab ich die im Rezept vorgeschlagenen Mengen von 6 Litern Wasser, knapp 2 kg Knochen und einem dreiviertel Kilo Rindfleisch genommen. Das waren echt viel Knochen!

Hier sieht man die Zutaten und den extra dafür angeschafften Topf.

Zuerst werden die Knochen und das Fleisch in Wasser gekocht. Nach anderthalb bis zwei Stunden ist das Fleisch weich und wird entnommen, während die Knochen bis zu vier Stunden ausgekocht werden können.

Speziell für Phở fügt man auch Fischsauce, Ingwer und Zucker, sowie am Ende noch Sternanis und Nelken dazu. Eine Stunde bevor die Brühe fertig ist kommt das Gemüse mit rein. Karotte, Lauch und Knoblauch standen zwar nicht im Rezept, geben der Brühe aber noch mehr Geschmack.

Nach ungefähr drei Stunden habe ich die Knochen herausgenommen und die Brühe durch ein Sieb passiert.

Frisch dazu kommen Sojasprossen, Chilis, Limetten, Koriander und Frühlingszwiebeln (eigentlich auch noch Thai Basilikum aber das scheint es hier nicht zu geben).

Die gekochten Reisnudeln mit Brühe aufgiessen, Fleisch und Garnitur dazu und fertig ist Phở Bò!

Es hat sehr lecker geschmeckt. Viel besser als was man in den vietnamesischen Restaurants in Berlin bekommt. Es lohnt sich wirklich sich die Mühe zu machen und die Brühe selbst zu kochen. 6 Liter Wasser ergeben auch sehr viel Brühe. Wir haben zwei Tage davon gegessen, unsere Nachbarn eingeladen, noch eine andere Nudel-Gulasch-Suppe mit Gemüse gemacht und haben immer noch drei Behälter mit Brühe im Tiefkühlfach.

Wenn es jemand gerne nachkochen möchte, dann schreibe ich es auch noch in Rezeptform auf.

Kochen

Ständig im Restaurant zu essen nervt mich irgendwann. Der Ablauf im Restaurant – die Karte, die Bestellung, das Essen, die Rechnung Anfordern, das Bezahlen, auf das Wechselgeld warten – es ist ermüdend und kostet auch viel Zeit. Vom Geld mal ganz abgesehen. Eine Weile macht es Spaß immerzu neue Gerichte und Orte auszuprobieren aber irgendwann will ich nur noch schnell mal was essen.
Dieser Moment kam eine Weile nachdem wir in unser Haus eingezogen sind und spätestens dann hab ich so richtig angefangen unsere Küche auszustatten.

Das ist das erste richtige Essen, was ich in unserer neuen Küche gekocht habe (Nudeln mit Fertigsoße zählt nicht als Kochen): Ein noch ziemlich improvisiertes Thai-Curry.

Pasta à la Primavera und ein gemischter Salat.

Selbstgemachte Ras El Hanout Gewürzmischung. Damit kann man einige ganz hervorragende marokkanische Gerichte kochen. Die neun Bestandteile für diese Gewürzmischung zu bekommen, war wirklich eine Herausforderung. Das hat viele Besuche auf Märkten und Supermärkten erfordert.

Das war der Grund, warum wir Ras El Hanout gebraucht haben: Wir hatten unsere Nachbarn zum Einstand zum Essen eingeladen und dafür Hähnchen mit Aprikosen, Ras El Hanout und Couscous gekocht.

Unsere ganz stattliche Gewürzsammlung. Bei unseren Nachbarn haben wir schon den Ruf weg, dass wir nichts anderes machen außer Einkaufen zu gehen.

Mal was richtig herzhaftes: Champignons in Weinsauce und Bratkartoffeln.

Indischer Gewürztee (der ist allerdings erstmal viel zu scharf geraten).

Und das bisher aufwendigste: Pho Bo Suppe. Das wird aber noch ein extra Artikel.