Die unendliche Geschichte von Problemen mit unserem alten Haus

Wir hatten sehr viele Probleme in unserem alten Haus. Jede Woche ist eigentlich was neues passiert. Wir haben irgendwann eine Liste mit den Problemen aufgestellt und sind auf 19 Stück gekommen. Und das waren nur die, für die der Vermieter was konnte bzw. durch die Bauweise des Hauses bedingt waren – die vielen Schädlinge oder wenn ich mal Mist gemacht habe, haben wir gar nicht mitgezählt. Dafür, dass wir nur 5 Monate dort gewohnt haben, waren das schon ganz schön viele. Manche davon wurden innerhalb von wenigen Tagen behoben, andere existierten noch bei unserem Auszug, z.B. der meterlange Riss in der Rückwand durch den die Sonne reinschien.

Außerdem wurde das Haus komplett überschwemmt, als der Abwasserkanal hinterm Haus bei einem besonders starken Regen übergelaufen ist, die Wasserpumpe ist ausgefallen, beide Klospülungen sind kaputt gegangen, eine der Toiletten war undicht, Regen kam durch das Dach und ein Fenster hinein, diverse Stellen mit Schimmel oder Ausblühungen, zu niedriger Wasserdruck, ein kaputter Wasserhahn und so weiter und so fort. Man kann sagen, dass wir Pech mit dem Haus und den Vermietern hatten.

Das ist unser Badezimmer nach 4 Wochen Winterurlaub. Zwei Wände und Teile der Decke waren voll mit Wasserflecken und Schimmel. Irgendwie wurde vergessen die Wand von außen mit wasserfester Farbe zu streichen.

Das sind die – in diesem Haus – normalen Wasserflecken und Absprengungen der Farbe im unteren Bereich der meisten Wände. Die Feuchtigkeit kommt vom Fundament in die Wände, da nicht abgedichtet wurde.

Der Schimmel auf meinem schwarzen(!) Ledergürtel nach dem Winterurlaub.

Der Gürtel war wirklich extrem. Die meisten Sachen hatten solch eine weiße Schimmelschicht. In der ersten Woche nach der Rückkehr bin ich jeden Tag mit einem großen Müllsack zur Wäscherei gefahren um so nach und nach unsere gesamte Kleidung zu reinigen.

Das ist unserer Vordach aus Bambus- oder Palmenblättern. An manchen Stellen ist das Dach aber nicht steil genug, so dass das Regenwasser nicht abläuft und es anfängt zu Schimmeln.

Auch normal. An vielen Außenwänden bilden sich grüne Moose oder vielleicht auch Schimmel.

Eine Spezialität des Hauses sind die Salzausblühungen, die aus den Fugen wachsen.

Wir haben erst immer wieder Holzspäne auf dem Boden gefunden und irgendwann beobachtet wie diese Monster-Wespen ungefähr 1 cm große Löcher in die Dachbalken gefressen haben. Dieses Problem ist auch ein gutes Beispiel wie toll das mit unseren Vermietern funktioniert hat. Wir haben sie deswegen über Monate gefragt und erinnert, da wir uns ein wenig Sorgen um das Haus gemacht haben. Auf Dauer kann das ja nicht gut sein. Und wir haben alle ihre Tipps ausprobiert, wie Insektengift in die Löcher zu sprühen oder sie mit Holzleim zu verschliessen. Wir haben ca. 15 solcher Löcher zugemacht aber es gab natürlich sofort wieder Neue. Das einzige, was wirklich geholfen hätte, nämlich die Balken mit einem Gift zu streichen, wurde nie durchgeführt, da der Handwerker nicht gekommen ist und die Vermieter es immer vergessen haben. Und wir hätten sogar für das Gift bezahlt (Das ist teurer als der Handwerker. Für unseren guten Handwerker haben wir ca. 6 Euro pro Tag bezahlt. Der vom Vermieter war wohl sehr günstig, also wahrscheinlich 4 Euro pro Tag).

An der Türklinke von der Kammer ist sogar der Lack abgeplatzt (und das Haus ist höchstens 2 Jahre alt).

Nachdem wir umgezogen sind haben wir das Haus auf eigene Kosten und mit einem selbst beauftragtem Handwerker renovieren lassen. Danach sah es wieder total top aus. Wir haben uns sogar kurz gefragt, ob Umziehen wirklich nötig gewesen ist. Aber vermutlich sieht es mittlerweile wieder genauso aus, da die Ursachen für die Probleme ja nicht behoben worden sind.

Ich hab zwar schon einige Dinge im Haus selbst gemacht aber wirklich erfahren bin ich in dem Bereich auch nicht und so habe ich die eine oder andere kleine Katastrophe erst verursacht. Irgendwann war überall der Wasserdruck sehr schlecht, da der Handwerker, als er den überlaufenden Wassertank repariert hat, es geschafft hat, dass viele kleine Plastikkrümel in den Tank und dann in die Wasserrohre kamen und so die Wasserhähne verstopft haben. Ich habe dann alle Hähne abgeschraubt und die Siebe gereinigt.
Man muss dazu wissen, dass es in dem Haus keinen Haupthahn git, den man absperren kann und als ich in der Küche den kompletten Hahn abschraubte, kam mir plötzlich überraschend viel Wasser entgegen. Im unmittelbaren Umkreis war sofort alles nass und es gelang mir nicht mehr den Wasserhahn wieder anzuschrauben.
Ich hatte dann die Idee die Sicherungen auszuschalten in der Hoffnung, dass dann die Wasserpumpe ausgehen würde aber es ging nur das Licht aus, da die Pumpe an einem anderen Stromkreis war und wir standen da im Dunkeln während das Wasser weiter aus der Wand rauschte.
Mit dem Hauptstromschalter für das Haus ging auch die Pumpe aus und mit einer Taschenlampe konnte ich den Hahn wieder anschrauben aber das war ein spaßiger Abend.

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2 Gedanken zu “Die unendliche Geschichte von Problemen mit unserem alten Haus

  1. Ich bin froh, dass bei der „Traumkombi“ Wasser und Strom nix Schlimmeres passiert ist. Gut, dass ihr da ausgezogen seid.
    Und euer neues Haus ist wirklich sehr gemütlich und super zum Wohlfühlen.

  2. Unsere ehemalige Nachbarin hatte auch eine offene Kücher/Wohnzimmer. Und da hat es so reingeregnet, dass der Kühlschrank nass wurde und sie ab und zu einen Schlag bekommen hat, wenn sie den Kühlschrank angefasst hat.

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