Aufenthalt in Sanur

Es ist schon ein kleines bisschen her, da nahm Claire an einer Konferenz in Sanur teil. Um ihr morgens und abends die lange Fahrt durch Denpasar zu ersparen, haben wir uns für die Dauer der Konferenz ein Zimmer in Sanur genommen. Sanur ist eine kleine Stadt an einem langen, weissen Strand, der durch ein vorgelagertes Riff gut vor Wellen geschützt ist. Dadurch eignet er sich weniger zum Surfen aber dafür umso besser zum Baden. Man merkt Sanur sofort an, dass es schon seit längerer Zeit (einige Jahrzehnte vielleicht) vom Tourismus erschlossen ist. Es gibt sehr viele Hotels, Restaurants, Reise- und Tourveranstalter und die ganze Palette an Wassersportarten ist vorhanden. Außerdem merkt man, wie die Einheimischen, die viel mit Touristen zu tun haben, vom Tourismus verändert wurden.

Die Budgetunterkünfte in Sanur kosteten zwischen 25 und 35$ pro Nacht. Die Zimmer, die man dafür angeboten bekommt, sind aber nur schwer zu ertragen. Unser Zimmer kostete dann 30$, mit AirCon aber ohne Frühstück. Es lag direkt am Strand und hatte einen tollen Blick auf das Meer und ich dachte etwas Gutes gefunden zu haben. Aber schon nach der ersten Nacht war klar, dass es ein Griff ins Klo war und am Ende überlegte ich, ob es das schlimmste Zimmer war, das ich bis dato hatte.
Die Matratzen waren dünne Schaumstoffdinger, durch die man die Bretter darunter spüren konnte, eins der Kissen schien mit Sand gefüllt zu sein, es gab zwei Kakerlaken (nicht besonders ungewöhnlich und tragisch). Viel schlimmer war, dass sich unser Zimmer über der Küche befand und es ständig nach frittiertem Fisch und altem Öl roch. Am zweiten Tag wurden wir dann bestohlen. Vermutlich vom Zimmerservice. Zum Glück nichts wertvolles, sondern nur eine Packung Kekse. Aber danach fühlten wir uns dann überhaupt nicht mehr wohl dort. Wahrscheinlich war es sogar ein Glück, dass wir kein Frühstück dort hatten und auch nie in dem Restaurant gegessen haben. Es gab noch ein paar Kleinigkeiten mehr – ich war wirklich froh, als wir am Tag darauf endlich ausgecheckt hatten.

Die Gazebos am Strand sehen schön aus und sind auch sehr praktisch. Der Grund, warum diese Mole mit dem Gazebo (und viele weitere) gebaut wurde, ist aber weniger schön. Die Landebahn des Flughafens von Bali wurde ein ganzes Stück rein ins Meer gebaut, damit sie eine ausreichende Länge hat. Dafür wurden Korallen aus dem Riff von Sanur genommen. Wenig später stellte man fest, dass in Sanur der Sand weggespült wird und der Strand immer kleiner wird. Daraufhin hat man dann die Molen gebaut, so dass der Sand dableibt.

Eines der traditionellen Auslegerboote mit einem Segel. Es ist wirklich bemerkenswert, mit welch einfachen Mitteln der Mast und das Segel konstruiert sind. Es gibt nur ganz wenig Holzteile und wenige Seile. Die Segeleigenschaften von diesen Booten scheinen zwar nicht besonders gut zu sein aber es ist erstaunlich, wie einfach diese Boote gebaut sind. Vor allem wenn man es mit einem modernen, westlichen Segelboot vergleicht, dessen Konstruktion soviel komplizierter und auch teurer ist.

Selbst so kleine Ruderboote haben hier einen Ausleger.

Abends kam ein Fischerboot auf den Strand gefahren, an dem viele Einheimische gebadet haben und der Fisch wurde direkt vom Boot aus verkauft.

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